Ein Drittel der westlichen Bevölkerung leidet an Fettleber. Verursacher sind Alkohol und Übergewicht.
Von einer Fettleber wird gesprochen, wenn mehr als ein Drittel der Leberzellen Fett eingelagert haben. Dabei sind Übergewicht und Fehlernährung inzwischen die häufigsten Ursachen und nicht der Alkohol, an den in der Regel zuerst gedacht wird.
Laut einer Studie des Universitätsspitals Lausanne ist in der Schweiz jeder zweite Mann und jede dritte Frau übergewichtig. Nach Aussagen von Experten wird sich die Zahl der nicht alkoholbedingten Lebererkrankungen in den nächsten Jahren stetig erhöhen.
Erhält die Leber durch die Ernährung zu viele Kalorien durch Fette, Kohlenhydrate und Proteine, kann sie diese nicht mehr abbauen und lagert die überschüssige Energie als Fett ein. Durch solche Einlagerungen kann sich das Volumen der Leber erhöhen. Häufig wird eine Fettleber nur durch Zufall entdeckt, da sie meist keine Schmerzen verursacht.
Die Fettleber alleine gilt nicht als Krankheit, wird jedoch dann gefährlich, wenn sich eine Entzündung daraus entwickelt. Das geschieht bei etwa 20% der Menschen, die eine Fettleber haben. Warum dies so ist und welche Menschen es betrifft, darüber weiss die Medizin noch wenig. Vermutet wird, dass ein zweiter Risikofaktor dazu kommen muss, wie Stoffwechselstörungen oder Insulinresistenz. Ohne Gegenmassnahmen kann eine Entzündung zu einer Fibrose (Verhärtung durch Narbenbildung) und später zu einer Zirrhose führen: Die vernarbte Leber schrumpft und versagt.
Die einzig wirksame Methode ist bis heute eine Umstellung der Lebensgewohnheiten: Kaum Alkohol, eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Damit gibt man der Leber die Möglichkeit sich zu erholen, was wieder zu normalen Leberwerten führen kann.
Auch Unterernährung – zu wenig Eiweiss – kann ebenfalls zu einer Leberverfettung führen, da die Leber vermehrt Fett aus dem Fettgewebe abbaut. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, sowie regelmässig eingenommene Medikamente (Schmerzmittel und Kortison) können eine Fettleber begünstigen.