Es muss nicht immer gleich Chemie sein, wenn die Nase läuft oder Fieber droht. Homöopatische Kügelchen können bei leichter Erkältung ein gutes Hausmittel sein.
Homöopathie regt vor allen die Selbstheilungskräfte an. Warum das so ist, ist sehr umstritten. Kritiker reden vom Placebo-Effekt, Studien deuten aber darauf hin, dass homöopathische Mittel wirken. Die Selbstheilung spielt bei Erkältung und Grippe eine wichtige Rolle, sie könne die Dauer der Krankheit um einige Tage verkürzen.
Im Unterschied zur klassischen Medizin kennt die Homöopathie keine universellen Grippe- und Schmerzmittel wie Aspirin und Paracetamol. Sie setzt Mittel gegen bestimmte Symptome ein. Das heisst, Betroffene müssen sich genau beobachten und sich dann für das richtige Mittel entscheiden. Das ist bei einfachen und akuten Erkrankungen nicht besonders schwierig und Patienten kommen meist sehr schnell damit zurecht, wenn sie sich zuerst informieren.
Beginnt eine Erkältung mit Unwohlsein und Schwindel, ist Camphora, ein Kampferextrakt, oft das geeignete Mittel. Ist man hingegen müde und reizbar oder spielen auch Gliederschmerzen eine Rolle, dann empfehlen Fachleute Nux vomica, ein Extrakt der Brechnuss.
Wer sich auf eigene Faust mit Kügelchen behandelt, stösst allerdings an Grenzen. Bei ernsthaften Beschwerden wie Fieber und Bronchitis oder bei quälendem Husten sollte der Arzt oder der Homöopath aufgesucht werden.
Für den Eigengebrauch bei Erkältung und Grippe haben sich C30-Potenzen bewährt. Das entsprechende Mittel wurde dabei so stark verdünnt, dass die Kügelchen theoretisch keinen Wirkstoff mehr enthalten. Solche Kügelchen nimmt man oft nur ein einziges, allenfalls ein zweites Mal ein. Globuli sind in Apotheken und Drogerien erhältlich.