Durchfall
Wässrige oder schleimige Stuhlentleerungen mehrmals am Tag sind eigentlich keine Krankheit, sondern nur ein Symptom. Akuter Durchfall geht meist auf den Genuss von unverträglichem Essen, Stress oder grosse emotionale Belastung zurück. Dünn- oder Dickdarmentzündungen sowie Nahrungsmittelunverträglichkeiten können unter anderem zu chronischem Durchfall führen, bei dem die wässrigen Stuhlentleerungen über einen längeren Zeitraum anhalten. Infektiöser Durchfall wie die Sommergrippe ist durch Krankheitserreger bedingt; er geht in der Regel mit Darmkrämpfen, Erbrechen und Fieber sowie zum Teil mit Bauchschmerzen einher.
Geriebener Apfel
Frisch geriebener Apfel gilt seit alters her als äusserst wirksames Medikament gegen Durchfall, besonders bei Kindern. Reiben Sie einen Apfel mit Schale, lassen Sie den Brei eine Zeit lang stehen und rühren ihn dabei hin und wieder um. Wenn der Apfelbrei durch die Luft leicht bräunlich geworden ist, ist er richtig und kann gegessen oder gefüttert werden.
Getreidesuppe
Sie geben eine Tasse gekochte Reisflocken in zwei Tassen Wasser, fügen einen Viertel Teelöffel Salz hinzu und kochen das Ganze kurz auf. Am Besten ist es, wenn die Suppe gleich bei den ersten Anzeichen gegessen wird und dann mehrmals täglich, bis sich der Stuhlgang wieder normalisiert hat.
Wacholderbeeren
Ein einfaches und sehr wirksames Mittel sind Wacholderbeeren: Täglich sechs bis zehn Stück roh zerkauen und schlucken. Wer das nicht mag: einen Teelöffel Beeren mit einer Tasse Wasser fünf Minuten kochen, dann zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Heidelbeerbrei
Übergiessen Sie drei gehäufte Esslöffel getrocknete Heidelbeeren und zwei Esslöffel Rohrzucker mit einem Viertelliter Rotwein, und lassen Sie alles etwa zehn Minuten kochen, bis ein dickflüssiger Brei daraus wird. Esslöffelweise einnehmen.
Reiswasser
Sie kochen einen Esslöffel Reis in einem Liter Wasser drei Stunden lang, seihen dann das Wasser ab, süssen es mit Honig oder Rohrzucker und geben einige Spritzer Zitronensaft zu. Über den Tag verteilt trinken.
Weizenmehl
Rühren Sie soviel Weizenmehl in ein Glas abgekochtes und abgekühltes Wasser ein, bis eine dickflüssige Masse entsteht. Davon nehmen Sie täglich mehrere Esslöffel ein.
Empfehlungen für den Speiseplan
- Bananen, Heidelbeeren, Honig, Joghurt, Johannisbeeren, Ingwer, Knoblauch, Majoran, Muskat, Preiselbeeren, Reis, Salbei, Thymian und Zimt regulieren die Darmflora. Getreidesuppen normalisieren den Stuhlgang.
- Zu vermeiden sind zuckerhaltige Nahrungsmittel, Fruchtsäfte, Alkohol, Kaffee, Vollkornprodukte, Milch, rohes Obst und Gemüse.
Verstopfung
Typische Symptome bei Verstopfung sind Völlegefühl, Blähungen und leichte Übelkeit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen. Die Gründe dafür, dass der Gang zur Toilette erfolglos bleibt, liegen überwiegend in falschen Ernährungsgewohnheiten: Künstlich verarbeitete und damit wertlose Nahrung aus Konserve oder Schnellimbiss, zu wenig frische Kost und damit ein Mangel an den für die Darmfunktionen so wichtigen Ballaststoffen und dazu viele Süssigkeiten. Daneben hat natürlich auch die psychische Verfassung grossen Einfluss auf die Verdauungsfunktion, denn Kummer, Zeitknappheit, Arbeitsdruck und Stress drücken nicht nur auf das Gemüt, sondern auch auf den Darm.
Geröstete Haferflocken
Zuverlässig wirksam bei Verstopfung: Überbrühen Sie drei Esslöffel geröstete Haferflocken mit einer Tasse kochendem Wasser, lassen dies über Nacht zugedeckt ziehen und essen die Haferflocken gleich morgens auf nüchternen Magen. Schmackhafter wird das Gericht, wenn Sie etwas Apfel hinein reiben.
Milch mit Apfelwein
Ein alter Tipp aus Böhmen: Mischen Sie sechs Esslöffel Milch, zwei Esslöffel Apfelwein und vier Tropfen Essig, und trinken Sie dieses Gebräu (das zugegebenermassen nicht besonders gut schmeckt) morgens auf nüchternen Magen.
Feigen und Pflaumen
Trockenobst bringt den Darm in Schwung. Lassen Sie einige getrocknete Feigen oder Pflaumen über Nacht in einem Glas kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Morgen essen Sie die Früchte und trinken das Einweichwasser auf nüchternen Magen.
Honigwasser
Zuverlässig wirksam ist morgens auf nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser, eventuell mit einem Teelöffel Bienenhonig versetzen und zügig trinken.
Milchprodukte
Anregend auf die Darmaktivitäten wirken Sauermilcherzeugnisse wie Joghurt, Kefir oder auch Buttermilch; abends vor dem Schlafengehen ein Glas oder einige Esslöffel zu sich nehmen.
Leinsamen
Leinsamen gilt seit alters her als verdauungsfördernd, allerdings stellt sich der Erfolg erst nach einigen Tagen ein. Geduld ist also gefragt. Essen Sie drei Esslöffel über den Tag verteilt, eingerührt in Joghurt, Milch oder Säften.
Sauerkraut
Sauerkrautsaft (am einfachsten: Saft aus dem Reformhaus) ist ein wahres Heinzelmännchen für den Darm, denn die darin enthaltenen Milchsäurebakterien reinigen ihn: Nehmen Sie täglich morgens und abends drei bis vier Esslöffel ein.
Avocados
Den Mexikanern gelten Avocados, als Guacamole zubereitet oder einfach pur gegessen, als zuverlässigstes Mittel gegen einen trägen Darm.
Empfehlungen für den Speiseplan
- Grobkörnige Weizenkleie
- Vollkornprodukte
- Datteln, Feigen und Pflaumen
- Ananas, Äpfel, Orangen und anderes Obst
- Grünes Gemüse wie Spinat, ein Glas heisses Wasser auf nüchternen Magen, Karotten, Wurzelgemüse
- Basilikum, Chili, schwarzer Pfeffer, Senf