Das Meer übt auf die Menschen eine magische Anziehung aus. Es ist nicht nur das Naturschauspiel, es ist auch das Salzwasser, dem heilende Kraft nachgesagt wird.
Verschiedene Studien belegen, was viele Menschen, die an Hauterkrankungen leiden, schon lang wissen: Baden im Meer tut trockener und gereizter Haut gut, vor allem im toten Meer, mit seinem hohen Salzgehalt. Doch Salzwasser ist auch für die Schleimhaut gut. Tägliche Nasenspülungen mit Salzwasser schützen vor Erkältung, Grippe und auch Heuschnupfen. In der Yogatradition gelten Nasenspülungen als Grundlage von Gesundheit und Wohlbefinden.
Gereizte Schleimhäute müssen befeuchtet werden, und das gelingt nicht mit Wasser alleine. Salz hat eine kristalline Form und zerfällt beim Zusammentreffen mit Wasser. Die Wassermoleküle docken an den Bruchstellen an; dadurch kann Wasser gelöstes Salz binden. Das ist der Grund, weshalb Salzwasser auf Schleimhäute befeuchtend wirkt. Nur intakte, also feuchte Schleimhäute können ihre Funktion wahrnehmen. Ist die Schleimhaut trocken, können sich Viren, Bakterien, sowie Pilze ungestört einnisten, denn die Schleimhaut ist absolut wehrlos.
Immer mehr Menschen leiden, nicht nur im Winter, sondern, das ganze Jahr über, an trockenen Schleimhäuten. Diese Tendenz zeigt sich seit etwa zehn Jahren, was mit unserem modernen Lebensstil zusammen hängen dürfte.