Das Fieberbläschen, wird auch Herpes simplex, das Fieberblasenvirus genannt. Es ist davon auszugehen, dass bei neun von zehn Menschen dieser Virus im Körper vorhanden ist. In der Regel befindet sich das Virus in einem Dämmerzustand. Vielfach wird das Virus bereits als Kind zwischen drei und fünf Jahren aufgenommen. Dabei gelangt das Virus meist durch Küssen und damit durch Tröpfcheninfektion in den Körper. Genauer über die Haut in die Nervenbahnen bis zu den Nervenwurzeln.
Der Ausbruch des Virus beginnt mit Symptomen wie gespannte Haut, einem Kribbeln Jucken und Brennen. Auf den Lippen bilden sich kleine Bläschen, dies bereits nach wenigen Stunden, die eine grosse Anzahl der Herpes simplex Viren enthalten. Daraufhin platzen die Bläschen und verkrusten. Die Kruste verschwindet aber nach über 10 Tagen und glücklicherweise bildet sich selten eine Narbe an der Stelle, sofern die Kruste nicht abgekratzt wird. Dies sollte unbedingt unterlassen werden. Fieberbläschen haben die Tendenz, wiederzukommen, verweilen sie doch ein Leben lang im Körper.
Verschiedene Reize sind für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich, wie zum Beispiel Stress, starke Sonneneinstrahlung oder hormonelle Einflüsse. Es braucht somit nur eine geringe Schwächung der Immunabwehr, dass die Krankheit ausbricht. Sofern eine schwerere Erkrankung vorliegt, wo die Immunabwehr stark geschwächt ist, besteht eine erhöhtes Risiko für die Ausbreitung der Herpesinfektion auf weitere Hautpartien. Grundsätzlich sind Fieberblasen harmlos. Wenn sie sich aber stark ausbreiten, an Geschlechtsorganen oder Augenregionen auftreten, sollte ein Arztbesuch erfolgen. Vorsicht ist bei Kleinkindern notwendig, weil ihr Immunsystem noch schwach ist, können die Viren bis in das Gehirn vordringen und eine Hirnhautentzündung auslösen, die tödlich enden kann. Die meisten Erstinfektionen der Kleinkinder verlaufen aber meistens ohne Symptome. Nur manchmal verursachen sie ausgedehnte Entzündungen der Mundhöhle. Wie oft das Virus aktiv wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche leiden mehrmals pro Monat unter einem Ausbruch der Bläschen, andere nur 2- bis 3-mal pro Jahr.
Es gibt Möglichkeiten Fieberbläschen vorzubeugen. Zum Beispiel mit hohen Sonnenschutz für die Lippen. Zudem sollen Sport und eine gesunde Ernährung helfen. Ganz allgemein sollten Stresssituationen vermieden werden, wenn man anfällig auf Fieberbläschen ist. Melisse gilt als guter Herpesschutz. Die Blätter der Melisse enthalten neben ätherischen Ölen auch Rosmarinsäure. Melissenextrakt zum Beispiel in einer Salbe oder als Umschlag blockiert den Ausbruch der Fieberbläschen. Sobald die Bläschen zu sehen sind, kann das Auftragen von Melisse deren Aufplatzen verhindern. Teebaumöl aus Australien kann zur Linderung des Juckens aufgetragen werden. Ausserdem kann das Auflegen von Eiswürfeln oder das Auftragen von Zahnpaste helfen.