Wer kennt sie nicht, die Ratschläge vor dem Sonnenbaden:
- Sonnenschutzcrème mit hohem Faktor ab 15 verwenden.
- Sonnenschutzcrème gleichmässig auf den Körper auftragen.
- Keine Stelle vernachlässigen.
- Sonnenschutzcrème mindestens 20 Minuten vor dem Sonnenbad einwirken lassen.
- Wegen der hohen Sonneneinstrahlung am Mittag im Schatten bleiben.
- An der Sonne dichtgewobene, farbige Kleidung tragen.
- Sonnenbrille und Sonnenhut nicht vergessen.
- etc.
Was ist Sonnenbrand
Als Sonnenbrand wird eine entzündliche Rötung der menschlichen Haut bezeichnet, die durch kurzweilige Sonnenstrahlung oder durch künstliche UV-Strahlung entstehen kann. Verursacht wird ein Sonnenbrand durch Ultraviolett-Anteile in der Sonnenstrahlung. Die Strahlen dringen in die Haut ein und schädigen dort das Zellgewebe, was zu einer lokalen Entzündungsreaktion führt. Dadurch erweitern sich die Gefässe und die Haut wird rot. Die Erwärmung führt zu einer erhöhten Durchblutung und es kann zur Blasenbildung durch den Austritt von Flüssigkeit in das Gewebe kommen.
Risiken für den Menschen
Sonnenbrand führt zu Druckempfindlichkeit, Brandschäden und Blasen können sich bilden. Vor allem die Schultern werden oft in Mitleidenschaft gezogen, wobei es nach dem Sonnenbrand zur oberen Schälung der Hautschickt kommt. Bei Personen mit Sonnenallergie können zudem starker Juckreiz und grosse Schwellungen hinzukommen. Die UVB-Strahlen führen zu Strangbrüchen der DNA während die UVA-Strahlen tiefer in die Haut eindringen und das Kollagen der Dermis schädigen, was zur Abnahme der Hautelastizität führt. Bei zu hoher UVA Schädigung entsteht nicht nur Sonnenbrand, sondern DNA-Mutationen können entstehen, was letztlich zum Hautkrebs führen kann. Vor allem Säuglinge vertragen eine hohe Sonneneinstrahlung nicht. Experten gehen davon aus, dass für die Entstehung des Hautkrebs immer wieder eine grosse Aussetzung von UV-Strahlen im Kindesalter zwischen 0 und 6 Jahren mit verantwortlich sein können. Auch auf die Augen können UV-Strahlen Auswirkungen haben. Hierbei ist der sogenannte graue Star, der im Alter auftreten kann. Eine akute Gefahr für die Augen ist die sogenannte Schneeblindheit, einer Art Sonnenbrand der Hornhaut des Auges. Je nach Dauer des Aufenthalts an der Sonne sollten gut schützende Schneebrillen verwendet werden. Auch Wasser und heller Sand reflektieren UV-Strahlen stark, wodurch sich die Schutzzeit verkürzt.
Auch wenn ein kühlender Wind weht, geht das UV-Licht deutlich durch und es besteht Sonnenbrandgefahr. Im Weiteren kann Luft aus dem Ozonlocht einströmen und den UV-Index erhöhen.
Behandlung
Bei starkem Sonnenbrand sollte ein Arzt beigezogen werden. Leichter Sonnenbrand kann durch kühlende Umschläge oder Lotionen gelindert werden. Unbestritten ist in jedem Fall, dass auch bei erfolgreicher Behandlung von Sonnenbrand die Gefahr von Hautkrebs mit der Zahl der Sonnenbrände wächst.