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Säuren und Basen im Gleichgewicht

Säuren und Basen im Gleichgewicht


Säuren und Basen erledigen in unserem Köroper wichtige Aufgaben


Säuren und Basen erledigen in unserem Köroper wichtige Aufgaben. Säuren sind chemische Verbindungen, die das positiv geladene Wasserstoffion (H+) enthalten, während Basen (auch Alkali oder Laugen genannt) durch negativ geladene Sauerstoff-Wasserstoff-Verbindungen (OH-) gekennzeichnet sind. Treffen beide zusammen, bilden sie das neutrale Wassermolekül H2O. Der pH-Wert (Konzentration des Wasserstoffs) ist das Mass für die Konzentration an Wasserstoffionen in einer Substanz. Es gibt eine Messskala von 1 bis 14, wobei pH 1 der stärkste Säuregrad, pH 7 neutral und pH14 die stärkste Base ist. Jede weitere Zahl bedeutet die zehnfache Konzentration der vorhergehenden, z.B. ist pH 9 zehnmal so stark als Base pH 8 oder pH 4 ist eine zehnmal stärkere Säure als pH 5.

Wenn im Innern unserer Körperzellen und in den Körperflüssigkeiten ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen erreicht wird, können alle lebenswichtigen Reaktionen ohne Störung ablaufen. Jede Verschiebung in die saure Richtung jedoch erhöht die Gefahr organischer Störungen und führt früher oder später zu gesundheitlichen Schäden.

Die höchste Säurekonzentration finden wir in der Salzsäure des Magens mit einem pH-Wert von ca. 1.5. Sie wird benötigt, um die Nahrung aufzuschliessen und Keime abzutöten. Das Blut als Haupttransportmittel liegt im basischen Bereich zwischen 7.25 und 7.45. Ein gesundes Bindegewebe hat Werte zwischen 7.08 und 7.29. Basisch sind Bauchspeicheldrüse und Darm mit Werten über 8, um die im Magen gesäuerte Nahrung zu neutralisieren, damit die Nährstoffe im Dünndarm aufgenommen werden können. Entstehen bei gestörter Verdauung Säuren im Darm, entledigt sich der Körper der störenden Substanzen durch Durchfälle.

Woher kommt Übersäuerung?


Übersäuerung wird durch verschiedene Faktoren verursacht, in erster Linie durch falsche Ernährung, vor allem durch zuviel tierisches Eiweiss, tierische Fette, Süsswaren und Gebäcke. Weissmehlprodukte, Genussgifte wie Alkohol, Nikotin, Kaffee, Fertiggerichte, gesüsste Getränke, Getränke mit Kohlensäure und Phosphorsäure (Cola).

Dazu kommen falsche Essgewohnheiten wie hastiges Essen und üppige Mahlzeiten. Umweltgifte, Medikamente, Elektrosmog wie auch Stress und negative Gefühle (Ärger, Wut, Neid, Missgunst, Streit) tragen ebenfalls zur Übersäuerung bei. Auch Krankheiten erzeugen im Körper Säuren. Bewegungs- und Schlafmangel führen dazu, dass der Körper Säuren schlechter ausscheiden kann.

Anzeichen für eine Übersäuerung


Anzeichen für eine Übersäuerung können sein: ein gereizter Magen mit saurem Aufstossen oder Sodbrennen, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, häufige Müdigkeit, Kopfschmerzen.

Eine bestimmte Menge an Säuren kann der Körper ausscheiden durch Niere und Darm, über die Lunge (Kohlendioxid) und über die Haut. Wenn aber die Säureflut zu gross ist, wie etwa nach üppigen Mahlzeiten, können die Säuren nicht sofort neutralisiert und ausgeschieden werden. Der Körper bindet sie an Mineralstoffe, sie werden zu Salzen und als solche im Bindgewebe zwischengelagert. Das Bindegewebe ist ein lockeres Gewebe, das die einzelnen Bestandteile unseres Körpers miteinander verbindet. Es umkleidet die Organe und ist Ausgleichspeicher für den Wasserhaushalt des Körpers. Es umhüllt und schützt die Nerven, liefert Nährstoffe an die umgebenden Zellen und nimmt deren Abfallstoffe auf. Alle Blutgefässe enden im Bindegewebe, daher werden alle Zellen von hier aus ernährt und ihr Abfall entsorgt.

Zunehmende Überlastung mit Säuren


Als Säurespeicher entlastet das Bindegewebe die Niere, damit diese nicht überlastet und geschädigt wird. Mit zunehmender Säureüberfüllung altert dieser Speicher. Bei Frauen zeigt sich das beispielsweise als Cellulite (Orangenhaut). Wichtiger als das kosmetische Problem ist jedoch, dass durch die Säureüberlastung das Bindegewebe geschwächt wird und seine lebensnotwendigen Funktionen - Austausch von Nährflüssigkeit und Abtransport von Schadstoffen- eingeschränkt werden. Das Gewebe wird zäh und spröde. Wenn es mit Säuren gefüllt ist, muss der Körper sich ein weiteres Lager suchen: Er lagert Säurekristalle in den Gelenken ab, was man gelegentlich als Gicht, Arthritis, Arthrose oder Rheuma zu spüren bekommt. Wenn Säure in den Muskeln abgelagert wird, führt das zu Versteifungen, Verspannungen, Verkrampfungen. Rückenschmerzgeplagte können davon ein Lied singen.

Pufferstoffe


Unser Blut und unser Körper benötigen, um gut zu funktionieren, Pufferstoffe, damit sie trotz Säurebelastungen das Säure-Basen-Gleichgewicht halten können.

Dazu verbrauchen sie basische Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium und Eisen, die mit der Nahrung und eventuell Nahrungsergänzungen aufgenommen werden müssen.

Eine Base, die der Körper selbst herstellen kann, ist das Natriumhydrogenkarbonat. Der Magen spaltet Natriumchlorid (NACL) als natürlichen Bestandteil unseres Blutes und des Gewebes auf und stellt darauf mit Hilfe von Wasserstoff Salzsäure (HCL) her. Gleichzeitig verbindet er das Natrium mit Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff zu Natriumhydrogenkarbonat, auch als Natron bekannt. Wenn 1 Gramm Salzsäure entsteht, bildet sich gleichzeitig 2,3 Gramm Natron. Dieses tritt ins Blut über und wird über den ganzen Körper verteilt. Insbesondere kommt es als Verdauungshilfe der Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenblase und dem Zwölffingerdarm zugute, weil diese beim Einsetzen der Verdauungsarbeit einen grossen Bedarf an Basen haben.

Das Natron erzeugt im ganzen Körper eine Basenflut, um das Bindegewerbe von seinen Säureeinlagerungen zu entlasten. Die Basenstoffe verbinden sich mit den Säuren aus dem Bindgewebe zu neutralen Salzen, die das Blut abtransportieren und ausscheiden kann. So gehen die Basen mit den gebundenen Säuren dem Körper verloren. Sind nicht genügend Basen für diese Aufgaben da, fordert die Bauchspeicheldrüse beim Magen Nachschub an. Dieser kann aber nur Natron und Salzsäure gleichzeitig bilden. Wenn nun kein Speisebrei mehr im Magen ist, der die Magensäure verbrauchen kann, kann die überschüssige Säure zum Aufstossen, Sodbrennen oder auf Dauer gar zu einem Magengeschwür führen.

Verdauungsbeschwerden


Verdauungsbeschwerden treten auf, wenn der saure Speisebrei aus dem Magen im Darm wegen Basenmangel nicht mehr neutralisiert werden kann. Es kann zu Verstopfung, Blähungen und Selbstvergiftung des Körpers kommen. Die Darmflora ändert sich, der Darm wird anfällig für Pilzinfektionen.

Übersäuerung kann auch das Nervensystem unter Dauerstress setzen, der Mensch kommt nicht mehr zur Ruhe. Das äussert sich in Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Schlafproblemen. Man ist gereizt, grundlos aggressiv und weniger belastbar.

Übersäuerung vermindert zudem die Fliessgeschwindigkeit des Blutes, und die Elastizität der Blutgefässe nimmt mit der Folge von Durchblutungsstörungen ab. Wenn das säureregulierende Bindegewebe durch dauernden Säuremüll geschädigt ist, wird der Nährstoff- und Schadstofftransport behindert. Dies begünstigt Stoffwechselkrankheiten.

Kann man solche Säureschäden vermeiden oder sie rückgängig machen?


Man kann es tatsächlich. Wichtigste Grundlage ist eine gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil pflanzlicher Kost. Sie sollte zu 3 Teilen aus basischen Lebensmitteln bestehen und nur zu 1 Teil aus säureliefernden Lebensmitteln.

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