Algen gehören vor allem in Ostasien zum Speiseplan dazu. Je nach Art sind sie nahezu geschmacklos oder haben einen würzig bis salzigen Geschmack. Zu den heute durch die japanische Küche auch in Europa bekannten Sorten gehören Kombu, Wakame und besonders das für Sushi verwendete Nori.
Algen kennzeichnen sich vor allem durch einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten und Proteinen aus, die sich aber nur teilweise verdauen lassen. Dadurch und durch ihren geringen Fettgehalt haben Algen nur einen geringen quantitativen Nährwert. Sie besitzen jedoch mit acht bis 40 Prozent einen außerordentlich hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen. Aufgrund ihres teilweise sehr hohen Jodgehalts sollten Algen nur nicht übermässig verzehrt und bei Schilddrüsenüberfunktion gemieden werden.
In der asiatischen Küche werden Algen häufig und vielseitig verwendet. Sie können gekocht, gebraten, gedämpft oder in Essig eingelegt werden, dienen als Gewürz oder Tee. Sie werden zu Salaten verarbeitet oder zu Suppen gegeben, dienen als Gemüsebeilage oder getrocknet als Snack. Der Verzehr von Algen hat in Asien eine lange Tradition. Aus China ist er seit etwa 2500 v. Chr. überliefert; von dort wurde er in Japan, Korea und auf den Pazifikinseln übernommen.
Heute werden aus Zuchten weltweit zwischen acht und neun Millionen Tonnen jährlich geerntet, von denen ein Teil zu Viehfutter, Dünger oder Kosmetika verarbeitet wird. In Japan kommen pro Jahr etwa 300 000 Tonnen als Lebensmittel in den Handel.
In der europäischen Küche spielen Algen bis heute meist eine untergeordnete Rolle. Lediglich in Wales hat der Genuss von Algen eine lange Tradition. Unter der Bezeichnung „Laver Bread“ war das schwarze Brot aus dem Meer früher Nahrungsmittel der walisischen Bauern, heute ist es in vielfältiger Form in der walisischen Küche zu finden. Die Algen der Gattung Porphyra umbilicalis werden außerdem exportiert nach Frankreich, Holland und Luxemburg.