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Süss-Stoffe

Süss-Stoffe


Teil 1


Industriezucker


Unter diesem Namen sind alle isolierten Zuckerarten zusammengefasst, die industriell hergestellt werden. Der Begriff "isolierter Zucker" bedeutet, dass der Zucker als fast chemisch reine Substanz (Saccharose) vorliegt. Bei der Isolierung aus dem natürlichen Produkt (Zuckerrüben oder auch Zuckerrohr) werden nahezu alle anderen Inhaltsstoffe entfernt.


Traubenzucker


In der Natur ist der Traubenzucker in Traubenbeeren und Früchten enthalten. Heute wird er industriell, durch Spaltung von Stärke, aus dem weissen Zucker gewonnen. Er gelangt direkt ins Blut. Traubenzucker ist als schneller Kräftespender beliebt, weil damit der Blutzuckerspiegel rasch erhöht werden kann. Er liefert keine Vitalstoffe.


Fruchtzucker


Er ist im Saft süsser Früchte und im Honig enthalten. Auch er wird heute industriell aus weissem Zucker hergestellt. Fruchtzucker besitzt viel Süsskraft. Er gelangt ebenfalls rasch ins Blut und liefert keine Vitalstoffe.


Milchzucker


Der in der Milch enthaltene Zucker dient hauptsächlich zur Anregung der Verdauung. Der Milchzucker besteht aus Galactose und Glucose und wird oft auch Lactose genannt. Er enthält keine Vitalstoffe. Heute wird er aus der Molke industriell hergestellt.


Weisser Zucker


(raffinierter Zucker, Kristallzucker, Puderzucker)

Er ist der schlimmste Vitalstoffräuber. Er ist eigentlich ein Zweifachzucker, bestehend aus Fruchtzucker und Traubenzucker. Damit unser Körper ihn in die Einzelbestandteile zerlegen kann, braucht er Vitalstoffe. Wenn wir weissen Zucker in irgendeiner Form essen, bekommen wir durch den erhöhten Vitalstoffbedarf ein Vitalstoffdefizit.


Brauner Rohrzucker


Er ist ein Zwischenprodukt bei der Gewinnung von weissem Zucker. Er ist nicht so stark raffiniert wie der weisse Zucker und enthält teilweise noch Spuren von Zuckerrohrmelasse, was ihm seine dunkle Farbe gibt. Trotzdem ist er ernährungsphysiologisch nicht besser als der weisse Zucker.


Isolierter Zucker


ist ein reiner Kalorienträger, das heisst, er bringt sogenannte "leere Kalorien", ohne dass er wesentlich zur Nährstoffversorgung beiträgt.

Nach dem Zuckerkonsum steigt der Blutzuckerspiegel sehr rasch und steil an. Wenn der Blutzuckerspiegel ansteigt, muss die Bauchspeicheldrüse Insulin ausschütten. Dieses Hormon bewirkt ein Absinken des Zuckerspiegels im Blut, indem es den Zucker in die Zellen einschleust. Wird sehr viel Insulin ausgeschüttet, sinkt in der Folge der Blutzuckerspiegel stark ab, und erneute Hungergefühle können entstehen. Langfristig führt dieses Auf und Ab zu einer übermässigen Belastung der Bauchspeicheldrüse. Dauernder Zuckerkonsum kann zu Übergewicht, Zahnkaries, Arteriosklerose, beschleunigtem Längenwachstum bei Kindern, Osteoporose, Verstopfung und Zuckerkrankheit führen.

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