Der Buchweizen ist weder ein Gras noch ein Getreide. Er ist ein Knöterichgewächs. Er wird aber aufgrund seiner ähnlichen Zusammensetzung und Kocheigenschaften zu den Getreidesorten gezählt. Aus den weissen oder rosa Blüten gehen dreikantige Nüsse hervor, welche an die Bucheckern erinnern und zum Namen Buchweizen geführt haben. Die spelzartige, harte Fruchtschale des Buchweizens enthält ungeniessbare Stoffe, wie z.B. Oxalsäure, Saponine und Bitterstoffe. Deshalb ist der Buchweizen schon geschält im Handel erhältlich. Der Buchweizen wurde im 14. Jahrhundert von den Mongolen nach Mitteleuropa gebracht. Er gedeiht nur auf armen, sandigen Böden. Heute wird er nur noch aus Russland, Japan, Nordamerika und aus dem Balkan importiert. Buchweizen ist anspruchslos und trägt in ca. 12 Wochen seine Früchte. Er gilt nicht nur als widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge, sondern als ein "Entgifter" für den Boden.
Inhaltsstoffe
- Eiweiss 9.8 %
- Fett 1.7 %
- Kohlenhydrate 72 %
- Ballaststoffe 4 %
- ferner reichlich Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Kieselsäure sowie die Vitamine B1, B2, B3 und viel Vitamin E, auch Spuren von Kupfer und Kobalt.
In seiner biologischen Wertigkeit übertrifft das Buchweizeneiweiss alle Getreidearten. Die Körner sind zwei- bis dreimal reicher an den lebenswichtigen Eiweissbausteinen Lysin und Tryptophan und liefern uns ausserdem viel Lezithin. Das Lysin wie auch das Lezithin sind wichtige Gehirn- und Nervennahrung und verbessern die Lernfähigkeit. Tryptophan sorgt für guten Schlaf. 70% der Fettsäuren sind ungesättigt und herzfreundlich. Buchweizen wird zur Vorbeugung gegen Arthrose empfohlen. Er ist leicht verdaulich und wirkt auch leicht stopfend bei Durchfall. Buchweizen gilt in der asiatischen Ernährungslehre als "heisses" Getreide. Er spendet vor allem im Winter, wenn es kalt ist, dem Körper Wärme. Der häufige Genuss von Buchweizen wird auch bei Gefässschwächen und Neigung zu Krampfadern empfohlen. Bei empfindlichen Menschen kann der Buchweizen aber auch Allergien auslösen. Andererseits ist er einsetzbar bei Zöliakie (Kleber-Eiweiss-Unverträglichkeit). Buchweizen soll vor dem Kochvorgang heiss abgespült werden. Dies verringert seinen intensiven Geschmack. Aus Buchweizen lassen sich Eintöpfe (mit Gemüse), Aufläufe und Burger zubereiten.