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Fleischlos essen mit genügend Proteinen

Fleischlos essen mit genügend Proteinen


Eine Alternative: Quinoa


Quinoa (Reismelde oder Inkaweizen), eine der alten vorkolumbianischen Kulturpflanzen des Anden-Gebietes, wurde von den Inkas hochgeschätzt und war neben den Feldfrüchten Kartoffel, Mais und Bohnen eines ihrer wichtigen Grundnahrungsmittel. Botanisch gesehen ist Quinoa ein Gänsefussgewächs, ein Scheingetreide, wie Amaranth und Buchweizen. Seit 5000 Jahren wird es in den Anden in 3000 - 4000 m Höhe angepflanzt. Quinoa ist zäh und widerstandsfähig und braucht weder Kunstdünger noch Pestizide. Seit einigen Jahren wird es wieder in grösserem Ausmass angebaut, insbesondere in Ecuador, Bolivien, Chile und Peru. Die Körner ähneln im Aussehen der Hirse, geschmacklich ist es mit Sesam zu vergleichen. Es existiert eine grosse Zahl von Quinoa-Sorten, deren scheibchenförmige Samen meist gelblich weiss, manchmal auch gelb, braun oder schwarz sind und einen Durchmesser von 1.5 bis 3 mm haben. Quinoa wird im Herkunftsland gewaschen, das heisst pfannenfertig exportiert.

Was diese Körnerfrucht so wertvoll macht, ist ihr hoher Anteil an Protein (ca. 16%). Er liegt höher als bei allen anderen Getreidearten. Zudem ist Quinoa reich an wertvollen Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Fett. Quinoa-Protein ist gesünder als Getreide-Protein, da es die essentiellen Aminosäuren Lysin und Threonin ebenso reichlich enthält, wie die ansonsten seltenen Aminosäuren Methionin und Tryptophan. Die Wertigkeit von Quinoa-Protein entspricht in etwa der von Kuhmilch-Protein und übertrifft die von Soja-Protein. Der Fettgehalt entspricht mit 7% dem des Hafers, ca. 55%, davon in Form der mehrfach ungesättigten essentiellen Linolsäure, auf deren Zufuhr unser Körper angewiesen ist, da er sie nicht selbst aufbauen kann. Neben den B-Vitaminen enthält Quinoa Vitamin E, Karotin und sogar Vitamin C. Unter den Mineralstoffen sind vor allem der hohe Anteil an Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium zu nennen. Quinoa kann als Vollkorn, aber auch gemahlen oder gepoppt verwendet werden. Es lässt sich sogar keimen. Weil Quinoa keine Gluten (Klebereiweiss) enthält, ist es sehr hilfreich für Zöliakie-Kranke.

Quinoa-Grundrezept



Quinoa in der dreifachen Menge Wasser zum Kochen bringen (oder Verhältnis auf der Packungsbeilage beachten), bei milder Hitze ca. 15 Min. garen. Typisch für das Quinoa-korn ist das glasige Aussehen nach dem Garen. Ferner lösen sich viele kleine weisse Rin-ge, die Keimblätter, von den Körnern ab. Die gekochten Körner haben einen unverwechselbaren, leicht nussigen Geschmack.

Geeignete Gewürze:

- Kräutermeersalz, Paprika, Cayennepfeffer, Petersilie
- Kräutersalz, schwarzer Pfeffer, Edelhefe, Knoblauch, Schnittlauch
- Kräutersalz, Safran gemahlen.



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