Beides kann ja nicht stimmen. Das täuscht, deshalb die gute Nachricht gleich zu Beginn: Beides kann richtig sein, und noch viele weitere Varianten ebenfalls!
Die Ernährungs-Empfehlungen für das richtige Frühstück müssen individuell betrachtet werden und auch die geografische Lage (Tageslänge und Klima) und die Jahreszeit spielen eine Rolle. Es kann ja nicht ganz falsch sein, wenn Generationen von Engländer (und nicht nur sie) den Tag mit Eiern und Schinken beginnen und die Italiener sich weigern zu frühstücken.
Die berühmte Regel: Frühstück wie ein König und Abendessen wie ein Bettler stimmt einfach nicht für alle.
Die Wirkung jedoch, wenn das Frühstück falsch war, ist bei allen Menschen ziemlich ähnlich:
- Energie- und Leistungsabfall zwischen 10 und 12 Uhr
- Hunger auf Stärke 1-3 Stunden nach dem falschen Frühstück
- Lust auf Süsses nach dem Mittagessen
- Heisshungeratacken und Lust auf Süsses gegen Abend
- Müdigkeit kurz nach dem Frühstück
Weil sich das falsche Frühstück vor allem gegen Abend auswirkt, führt es dazu, dass am Abend zuviel gegessen wird, eben aus Hunger. Dadurch wird die Verdauung stark belastet. Beim Aufstehen am Morgen bringt man beim besten Willen nichts runter, und läuft so in den nächsten Leistungsabfall und Hungerast hinein. Ein Teufelskreis, der zu Gewichtszunahme und mangelnder Leistungsfähigkeit führt.
Ganz speziell problematisch ist dies bei Kindern, die in den Leistungstiefs gegen 11 Uhr, nach dem Mittagessen und am Nachmittag in der Schule schlecht mithalten können.
Wie finden Sie heraus, welches das richtige Frühstück ist?
Beobachten Sie die oben genannten Punkte:
1. Wenn Sie am morgen gar keinen Hunger haben, war das Abendessen zu schwer.
2. Hunger und Leistungsabfall vor dem Mittagessen: Zu viel Stärke/Süsses zum Frühstück oder zu leichtes Frühstück .
3. Lust auf Süsses gerade nach dem Mittagessen: Eine "liebe" Gewohnheit oder die Leber braucht Zucker. (Häufig noch die Folge vom schweren Abendessen).
4. Lust auf Süsses und Heisshunger gegen Abend obwohl das Mittagessen nicht ausgelassen wurde: Mehr Eiweiss zum Frühstück. Ein weich gekochtes Ei, ein Lachsbrötchen, eine Quarkcreme oder ein Stück Käse kann hier Wunder wirken.