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Kleine Gewürzkunde

Kleine Gewürzkunde


Teil 4
Rosmarin, Salbei und Thymian


Rosmarin


Rosmarin war im Altertum wohl die am meisten geschätzte Heilpflanze; darauf lassen zumindest die zahlreichen Huldigungen an seine heilkräftige Wirkung schliessen. Rosmarin fördert die Verdauung, stärkt Herz und Magen, regt den Kreislauf an und hilft bei Rheuma, Gicht, Hexenschuss, Kopf- und Halsschmerzen.

Salbei


Seit Jahrhunderten verbürgt sind die heilkräftigen Wirkungen der Salbeipflanze. In den Schriften der berühmten Ärzteschule von Salerno steht zu lesen: "Warum soll der Mensch sterben, dem Salbei im Garten wächst".
Salbei wirkt beruhigend, antiseptisch und entzündungshemmend. Er reinigt das Blut, lindert die Beschwerden bei allen Erkrankungen der Atemwege sowie bei Magen- und Darmentzündungen, Erkältungen, Bronchitis, krankhaftem Schwitzen, Hautentzündungen, Hämorrhoiden und Afterjucken.

Thymian


Thymian ist vom griechischen "thymos" (=kräftig) abgeleitet, denn im antiken Hellas galt der Lippenblütler als stärkender Duftstoff, den man Bädern zusetzte, sowie als Symbol von Gesundheit und Kraft. Er wirkt antibakteriell und desinfizierend, lindert die Beschwerden bei Halsentzündungen, Erkältungen und Grippe. Bei allen entzündlichen Zuständen in Hals, Bronchien und Lunge wirkt Thymian wohltuend und krampfstillend. Er beruhigt die Magennerven und entbläht, ausserdem regt er die Drüsensekretion an.
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