Die Endivie wird schon seit der Antike als Salat kultiviert. Belegen lässt sich die Verwendung im Römischen Reich ab ca. Christi Geburt, wo sie als intybus oder intubum bezeichnet wurde, und wo sie möglicherweise auch domestizierte. Nach Plinius wurde die Endivie mit Salz und Essig eingelegt, um sie später gekocht zu essen. In Frankreich war sie stark verbreitet. Über Burgund kam sie nach Deutschland. In der Renaissance-Zeit wird die Pflanze wieder erwähnt im Kräuterbuch von Mattioli als «zahme scariol».
Endiviensalat hat einen verhältnismässig hohen Gehalt an Mineralstoffen (Kalium, Kalzium) und einigen Vitaminen, v.a. Folsäure und Vitamin A. Der Gehalt an Ballaststoffen beträgt 15 g/kg, Vitamin C ist mit 90 mg/kg enthalten.
Endiviensalat ist wie alle Salatsorten sehr kalorienarm. Früher gabs Endiviensalat v.a. im Winter zu kaufen. Heute ist er fast das ganze Jahr erhältlich. Endivie wird in manchen Ländern auch gegart gegessen.
Die Endivie ist eine ein- bis zweijährige Art. Sie erreicht in blühendem Zustand Wuchshöhen von 30 bis 70 (bis 140) Zentimeter. Sie bildet keine geschlossenen Salatköpfe, sondern Rosetten aus relativ dicken Blättern. Die Grundblätter sind schwach gezähnt und kahl. Die oberen Stängelblätter sind breit und eiförmig, ihr Blattgrund ist herzförmig und stängelumfassend. Bei manchen Sorten sind alle Blätter kraus gewellt.
Für den Anbau am besten geeignet sind neutrale, lockere, kräftige Böden in sonniger, geschützter Lage. Die Endivie wird roh, und in 3-5 mm breite Streifen geschnitten, als Salat verzehrt. Man kann Endivie aber auch warm zubereiten und dabei etwa wie Spinat oder Mangold verwenden.
Der Geschmack ist aufgrund des Milchsaftes bitter (Bitterstoff Lactucopikrin). Das Tausendkorngewicht TKG ist: 1.3 bis 1.6 g, bzw. 1 g = 650 bis 750 Korn. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 36.