Die Erdbeere wird als die "Königin" unter den Beeren bezeichnet. Und das mit Recht, schliesslich ist sie bei uns das beliebteste Obst, abgesehen vom Apfel.
Erdbeeren sind mehrjährige, krautige Pflanzen. Meist sind sie weich oder seidig behaart, mit dicken, fadenförmig treibenden Ausläufern. Diese bewurzeln sich und bilden neue Rosetten.
Aus archäologischen Funden weiss man, dass die Erdbeere schon in der Steinzeit bekannt war. In der Antike priesen römische Dichter die Qualitäten der kleinen aromatischen Walderdbeeren. Die direkten Vorfahren der grossen roten Erdbeeren, die wir heute kennen, kommen jedoch aus Übersee. Sie sind keine Züchtung aus der Walderdbeere, die seit jeher bei uns in Europa beheimatet ist. Sie sind eine Kreuzung aus der amerikanischen Scharlach-Erdbeere mit der grossfruchtigen "Schönen von Chile", die ein französischer Fregattenkapitän Namens Fraisier 1712 von seinen Fahrten mitbrachte.
Um 1750 entstand durch Kreuzungen mit verschiedenen Wildformen die heute handelsübliche Gartenerdbeere.
Inzwischen sind daraus mehr als 1'000 Erdbeersorten entstanden und jedes Jahr kommen neue hinzu. Erdbeeren sollten spätestens zwei Tage nach der Ernte verzehrt werden, denn sie verlieren sehr schnell an Aroma. Zum Waschen sollte man Erdbeeren nur kurz in kaltes Wasser tauchen und Stiele erst nach dem Waschen entfernen, damit das Aroma erhalten bleibt.
Erdbeeren haben mit 60 mg pro 100 g Fruchtfleisch einen höheren Anteil an Vitamin-C-Gehalt als Orangen und Zitronen. Sie enthalten zudem wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Phosphor und auch Eisen. In der Volksmedizin gelten Erdbeeren als gutes Mittel gegen Blutarmut. Auch werden sie zur Linderung von Gicht und Rheuma empfohlen, da sie einen hohen Gehalt an Salizylsäure haben.