Karotten, gelbe Rüben, Möhren, Mohrrüben, Rüebli - je nach Gegend werden sie unterschiedlich genannt. Die kurzen runden und besonders feinen Sorten nennt man Karotten. Alle anderen sind verschiedene Namen für die gleichen Sorten.
Die Frühsorten mit Laub als Bundkarotten sind jetzt schon wieder auf dem Markt, aber nicht so lange lagerfähig. Es gibt jedoch Karotten das ganze Jahr über, da sie in Kühlräumen nahezu unbegrenzt haltbar sind.
Nach Kartoffeln sind Karotten unser beliebtestes Wurzelgemüse. Im weitesten Sinn stammt die Karotte auch aus unseren Breiten. Ob gelbe Rübe oder Karotte, alle sind botanisch gesehen, Sorten der Daucas carota, einem Wurzelgemüse, dem es in unserem, mitunter rauen Klima bestens gefällt. Das Wort Karotte stammt vom lateinischen Wort „carota“ (gebrannt) und ist von der purpurroten Farbe der alten Sorten abgeleitet, wobei auch weisse, gelbe und violette Rüben grosse Bedeutung hatten. Obwohl im Altertum schon bekannt war, dass der Verzehr von Karotten dem Augenlicht zuträglich ist, wurde sie nicht als Gemüse, sondern nur als Heilpflanze angebaut. Zu Renaissancezeiten war die Wurzel noch gelb und hart und im Inneren sehr holzig und deshalb kaum auf dem Tisch der Oberschicht zu finden. Ihre orange Farbe wurde im 19. Jahrhundert durch Zucht (es gibt 500 Sorten) erreicht. Weisse und purpurfarbene Karotten sind auch heute noch in Frankreich zu finden.
Die meisten Babys werden mit Karottenbrei gefüttert und während unserer Kindheit bekommen wir sie als Zwischenmahlzeit roh in die Hand gedrückt. Den wichtigsten gesundheitlichen Wirkstoff erkennt man an der Farbe Orange, den Pflanzenfarbstoff Beta-Karotin, den der Körper in Vitamin A umwandelt. Wer viele Karotten isst, stärkt sein Immunsystem gegenüber allen möglichen Schadstoffen. Die Aktivität der Abwehrzellen wird gesteigert und die Zahl der Killerzellen nimmt zu.
Nicht nur Kleinkinder, sondern auch schwangere Frauen sollten Karotten essen, denn der hohe Gehalt an Ballaststoffen, Folsäure und Kalzium trägt zu einer problemlosen Schwangerschaft bei. Und noch einen Trumpf hat die Karotte zu bieten; ihren enormen Reichtum an Selen, dem wichtigsten Spurenelement für unser Immunsystem.
Man sollte Karotten immer mit etwas Öl essen. Aber was noch wichtiger ist: Dünsten Sie die Karotten! Dabei werden die Zellen der Karotte, in denen das Beta-Karotin eingeschlossen ist, aufgebrochen. Erst jetzt kann das Beta-Karotin gut vom Darm ins Blut abgegeben werden. Wer die Karotten roh isst, scheidet das meiste Beta-Karotin wieder aus.
Die Karotte enthält folgende Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin B1, B2, B6, Vitamin C, Vitamin E, Calcium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kalium, Selen und Zink.