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Die Petersilie

Die Petersilie


wurde früher als heiliges Kraut verehrt


Unser wohl bekanntestes Küchenkraut Petersilie (Peterli) kommt aus der Familie der Doldenblütler und kommt wildwachsend im Mittelmeergebiet und auf den Kanaren vor.

Petersilie ist eine zwei- bis mehrjährige Pflanze, die überall in Europa angebaut wird und in der ganzen Küchenwelt beliebt ist. Die Balkanstaaten und Holland bauen Petersilie in grossen Kulturen an. Im Garten gedeiht Petersilie am Besten in der vollen Sonne, verträgt aber ebenso leichten Schatten und bevorzugt einen lockeren Boden. Wer kein eigenes Gartenbeet besitzt, kann dieses Gewürz ebenso auf dem Balkon oder der Terasse ziehen. Dort wächst Petersilie im Topf oder in der Blumenkiste.

Die ursprüngliche Heimat der Petersilie ist Südeuropa. Die Blätter der Petersilie werden als Gewürzkraut meist roh oder nur ganz kurz erhitzt verwendet, da sie sonst ihr typisches Aroma verlieren. Petersilienblätter enthalten reichlich Eisen und die Vitamine A, B, und C. Die Petersilie wird zum Würzen fast aller salzhaltigen Gerichte verwendet und ist so bekannt und beliebt, dass manche Hausfrau schon fast gedankenlos dort Petersilie verwendet, wo ein anderes Küchenkraut auch gepasst hätte.

Im Altertum wurde die Petersilie weniger als Gewürzkraut benutzt, sonder als heiliges Kraut verehrt. Herkules soll sich auf Festen mit einem Petersilienkranz geschmückt haben. Petersilienkränze spielten damals die gleiche Rolle, wie später der sprichwörtliche Lorbeerkranz.

In Mitteleuropa wurde die Pflanze zunächst als Heilkraut in mittelalterlichen Klöstern angebaut und wurde daraufhin auch in der Küche eingesetzt. Um eine Verwechslung mit der giftigen, aber ähnlich aussehenden Hundspetersilie zu vermeiden, wurden Sorten mit krausen Blättern gezüchtet. Die vitaminreiche Petersilie hatte im Mittelalter aber auch das Ansehen eines Hexenkrauts (die Wurzel wurde in Liebessalben und –säfte gemischt) sowie den Ruf, Geister zu vertreiben (dazu wurden die Blätter verräuchert). Gleichzeitig galt sie als Unglückskraut (wenn die Petersilie nach dem Säen nicht keimt, sollte nach einem Aberglauben jemand im Hause sterben) und als Arznei gegen die verschiedensten Gebrechen (roh oder gekocht wurde die Petersilie bei Gicht, Herz- und Milzschmerzen, Nieren- und Blasenleiden, Wasseransammlung und auch bei Steinleiden verwendet).

In der heutigen Pflanzenheilkunde findet die Petersilie Verwendung aufgrund der harntreibenden Wirkstoffe. Frische Petersilie gehackt, mit kochendem Wasser übergiessen ein paar Minuten zeihen lassen und man hat einen wunderbaren Entwässerungstee.

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