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Nüsslisalat

Nüsslisalat


Erst seit jüngerer Zeit wird der Feldsalat im Garten gezogen


Der Feldsalat (Valerianella locusta) hat viele Namen. In manchen Regionen heisst er Ackersalat, Ackerlattich, Rapunzel, Rebkresse, Lämmersalat, Mäuseöhrchen, in Österreich Vogerlsalat und bei uns in der Schweiz Nüsslisalat. Er ist wild in Mitteleuropa zu Hause und wurde mindestens seit der Jungsteinzeit gesammelt und verzehrt.

Mit dem aufkommenden Ackerbau siedelte der Feldsalat als Unkraut auf Äckern und in Weinbergen an. Von dort wurde er weiterhin als Wildpflanze geerntet. Besonders wohl fühlte sich der Feldsalat auf Brachäckern, die zur Bodenregeneration für ein Jahr nicht bestellt wurden. Mit der Einführung mineralischer Düngung wurde diese Wirtschaftsweise aufgegeben, und man findet kaum noch wilden Feldsalat.

Erst seit jüngerer Zeit wird der Feldsalat auch im Garten gezogen. Zunächst beschränkte man sich darauf, wilde Pflanzen auszugraben und auf leere Beete umzusetzen. Vor etwa 150 Jahren ist Feldsalat in Kultur genommen worden, und es sind mehrere Feldsalatsorten im Samenhandel erhältlich.

Von Ende Juli bis in den September hinein kann Feldsalat ausgesät oder geerntet werden. Das einjährige Kraut ist winterhart und verträgt Temperaturen von bis zu minus 15 Grad. Die Pflanze wird bis zu 25 cm hoch, wobei die Blätter sich zu Rosetten formen. Er benötigt nur eine kurze Tagesdauer, um die gewünschten Blattrosetten auszubilden. Für optimales Wachstum ist er von Unkraut frei zu halten. Im Frühjahr angebauter Feldsalat blüht im Sommer, da die Tagesdauer zu lang ist. Bei starkem Frost sollte Feldsalat mit einer Abdeckung geschützt werden; am besten mit Reisig. An klaren Tagen ohne Frost wird er abgedeckt, da er für gesundes Wachstum ausreichend Sonnenlicht benötigt. Will man Samen gewinnen, muss man die Samenstöcke kurz vor der Reife aus der Erde ziehen, an einem luftigen Ort auf Papier oder Planen legen und nachreifen lassen, bis der Samen von selbst ausfällt.

Inhaltsstoffe


100g Feldsalat enthalten 12kcal, 48kJ, 35mg Vitamin C, besonders viel Eisen und Kalium, Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin A.

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