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Auberginen

Auberginen


Die Aubergine ist eine Frucht


Die Aubergine ist eine so alt bekannte Frucht, dass heute niemand mehr mit Gewissheit sagen kann, wie ihr Name entstanden ist. Vermutlich stammt die Aubergine aus Indien. Mit den arabischen Völkern eroberte, das in der Botanik als Beere geltende Gemüse im Mittelalter den Mittelmeerraum. Erst in den vergangenen 20 Jahren wurde die Aubergine auch auf unseren Tellern heimisch.

Die Aubergine gehört wie Kartoffeln, Tomaten und Paprika zu den Nachtschattengewächsen. Sie enthält deshalb im unreifen Zustand Solanin, das Bauchschmerzen verursachen kann. Ausserdem weist die Aubergine einige Bitterstoffe auf, die von den meisten Menschen abgelehnt werden. Durch Salzen lassen sich diese Stoffe jedoch leicht entfernen. Das Salz wird etwa nach einer halben Stunde wieder abgewaschen und die Frucht mit Küchenpapier getrocknet; dadurch nimmt die Aubergine beim Braten weniger Öl auf.

Auberginen haben nicht viele Kalorien. Mit den Vitaminen befinden sie sich im Mittelfeld. Dafür sind sie natriumarm und kaliumreich, eine positive Eigenschaft für Menschen mit erhöhtem Blutdruck. Das grosse Plus der Aubergine ist der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Die Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe wurde erst in den 90er Jahren entdeckt. Auberginen enthalten besonders viele Flavonoide, die das Immunsystem stärken und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können. Früher wurde der Aubergine auch eine Heilkraft bei Rheuma oder Nierenerkrankungen zugeschrieben.

In Öl angebraten schmecken Auberginen sehr gut. Aber auch mit anderen Gemüsen zusammen gekocht und gut gewürzt, ist die Frucht eine Bereicherung.

Doch Vorsicht, die für die Gesundheit positiven Flavonoide sind zwar hitzestabil, werden aber in zu viel Kochwasser ausgelaugt. Daher ist es empfehlenswert, die Auberginen im Dampfgarer zuzubereiten. Beim Dampfgaren bleiben Vitamine, Mineral- und sekundäre Pflanzenstoffe in deutlich grösserer Menge erhalten.
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