Herkunft des Chinakohls
In seiner Urheimat Canton in China, wo Chinakohl schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt ist, nennt man ihn wegen seines Aussehens auch Zahn vom weissen Drachen. Den Japanern verdanken wir neue Hybridsorten, die auch im nördlichen Teil Europas gedeihen. Ob China-, Peking- oder Japankohl, er bildet keulenförmig Köpfe ohne Strunk mit weiss-gelblichen, gewellten und sehr zarten Blättern. Die zarten Blätter und der spritzige Senfgeschmack haben ihn als Salat bei uns sehr populär gemacht.
Botaniker halten den Chinakohl für eine Kreuzung aus Speiserübe und Pak-Choi, dem hellstieligen Kohl mit den dunkelgrünen Blättern. Anders als der Pak-Choi bildet der Chinakohl jedoch grosse, lockere Köpfe.
Hierzulande ist der Chinakohl noch ein Neuling. Seit den fünfziger Jahren in Deutschland und der Schweiz zwar schon bekannt, wird er aber erst seit zehn Jahren hier angebaut und ist seitdem aus unseren Küchen nicht mehr wegzudenken.
Verwendung des Chinakohls
Chinakohl hat viele Vorzüge, die sein entfernter Verwandter, der Weisskohl, nicht bieten kann. Er schmeckt und duftet nur sehr mild nach Kohl, ist zart und vielseitig verwendbar. Ob geschmort, gedünstet oder roh als Salat. In Reiswein eingelegt ist Chinakohl das Vorbild für unser Sauerkraut. Dschingis Khan lernte das leckere Weinkraut schätzen, als er in China einfiel und wollte es auf seinen Beutezügen durch Europa nicht mehr mis-sen. Da das Gemüse im Westen nicht verfügbar war, wurde es von seinen Köchen durch Weisskohl ersetzt.
Wer also gerne schnell, vielseitig und schmackhaft kochen will, für den bietet Chinakohl viele Vorzüge, denn er ist vitaminreich, bekömmlich und kalorienarm.
Chinakohl ergibt kaum Abfall, frisch und roh schmeckt er in Streifengeschnitten als Salat und Rohkost ebenso gut, wie etwas gröber geschnitten und gedünstet als Gemüse. In China wird er unter häufigem wenden auch angebraten. Blanchiert eignen sich die Blätter auch zum Füllen, mit Fleisch, Fisch oder Reis.
Chinakohl kann auch von kohlempfindlichen Menschen gegessen werden, denn er bläht nicht und ist leicht bekömmlich.
Inhaltsstoffe
100 g Chinakohl enthalten:
- Protein 1.1 g
- Fett 0.3 g
- Kohlenhydrate 1.2 g
- Natrium 16 mg
- Kalium 144 mg
- Kalzium 40 mg
- Phosphor 30 mg
- Magnesium 11 mg
- Eisen 0.6 mg
- Vitamin C 26 mg
- Vitamin E 0.24 mg
- kleine Anteile von Vitaminen B1 und B2