Der Wirz ist in unserem Nachbarland unter Wirsing bekannt. Er wird auch Wirsching oder Wirschkraut bzw. Wirschkohl genannt. Der Wirz wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt und stammt ursprünglich aus dem nordmediterranen Raum. Er gehört botanisch zur Familie der Kreuzblütler. Nach dem Weiss- und Rotkohl, ist der Wirsing der 3. wichtigste Kohlkopf im deutschen Sprachraum. Unterschieden wird in der Schweiz der Früjahrs- und der Sommerwirz. Aber neuerdings erhält auch der sogenannte Winterwirz an Bedeutung. Er wird auch Suppenwirz genannt. Der Wirz ist fast das ganze Jahr hindurch frisch erhältlich. Am gefragtesten ist er, wie alle Kohle, vor allem bei kühler Witterung.
Einkauf
Beständige Wirsingsorten können im Freiland eine Kälte bis zu minus 15 Grad schadlos überstehen. Der Wirz hat lockere, krause , gewellte Blätter und kann im Vergleich zu Weiss- und Rotkohl dadurch unterschieden werden, dass er keinen fest geschlossenen Kopf hat. Im Handel sind runde, ovale oder spitz zulaufende Sorten und in den Farben von dunkelgrün bis gelb erhältlich. Die Frische erkennt man an den kräftigen, festen und frisch riechenden Blättern.
Lagerung
Der Wirz ist im Gemüsefach bis zu 14 Tagen haltbar.
Inhaltsstoffe
Wirz enthält viel Vitamin C, Eiweiße, Fette, verwertbare Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Magnesium und Vitamine A.
Zubereitung
Der Wirz muss gründlich gewaschen werden, weil sich oftmals Insekten darin einnisten. Der Wirz wird meist in Streifen geschnitten oder gehobelt, geschmort und gedünstet. Der Wirsing ist als Rohkost zwar weniger geeignet, dennoch ist er in der Küche sehr vielseitig verwendbar, da seine Blätter zarter sind als die der meisten anderen Kohlarten.