Herkunft der Ananas
Seefahrer brachten im Jahre 1535 die ersten Ananas aus Brasilien, Argentinien und Paraguay nach Spanien. 1550 wurden sie dann in Indien eingeführt. Ende des 16. Jahrhunderts war die Ananas in den meisten tropischen Gebieten heimisch. Seit 1892 wird sie in Hawaii industriell für die Konserven-Verarbeitung angebaut.
Die Cayenne
Es gibt rund 100 verschiedene Ananassorten, aber im europäischen Handel wird fast ausschliesslich die Cayenne angeboten. Auf einem 30 cm hohen Blütenstängel wachsen die einzelnen Beeren heran, diese werden immer grösser und wachsen mit dem Stängel zu einem sogenannten Fruchtverband zusammen. Im Inneren befindet sich nun die verdickte, fleischige und faserige Achse. Nach aussen folgt das Fruchtfleisch, das aus den Beeren und den unteren Teilen der Tragblätter besteht, die alle verwachsen sind. Das wie Schuppen aussehende Äussere besteht aus den Kelch- und Blütenblättern und den braunen, häutigen Enden der Tragblätter.
Die Cayenne wird hauptsächlich in Thailand, Hawaii, Kenia, den Philippinen oder der Elfenbeinküste und Südamerika angebaut. Früher wurden die unreifen Früchte geerntet und auf dem Transport nachgereift. Heute werden sie immer öfter wegen der besseren Qualität ausgereift eingeflogen, denn ausgereift ist die Ananas unvergleichlich konzentrierter und süsser. Es gibt auch Ananas, die bei voller Reife grün bleiben und doch süss sind.
Inhaltsstoffe der Ananas
Reife Ananas erkennt man am intensiven Ananasgeruch. Die grünen und scharfen Blätter können leicht ausgezupft werden. Das ausgeprägte "Beerenrelief" und die braunen Blättchen daran, lassen ebenfalls auf reife Ananas schliessen.
Reife Ananas enthalten das Ferment Bromalin, welches sich bei Magen- oder Verdauungsbeschwerden als sehr heilsam auszeichnet. Bromalin vermag die Proteine aufzuspalten und fördert die Verdauung, was jedoch nicht für Konserven gilt. Durch die Konservierung wird das Bromalin zerstört.
Der Energiegehalt der Ananas beträgt 55 kcal/100 g. Bemerkenswert ist der Enzymgehalt: Sie ist reich an Bromalin, Amylase, Perodixase und Invertase. Hervorzuheben bei den Mineralstoffen sind Kalium, Magnesium und Calcium, sowie die Spurenelemente Mangan, Eisen, Kupfer und Zink. In geringen Mengen enthalten sind Vitamin A, die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C (20 mg/100 g).