Sauerkraut wird auch Sauerkohl genannt. Vor allem im Winter beugt der Weisskohl Mangelerscheinungen vor, weil er über einen sehr hohen Vitamingehalt und die nötigen Mineralstoffe verfügt.
Die Konservierung durch Milchsäuregärung wurde bereits im antiken Griechenland und im Römischen Reich praktiziert. Auch in China war gesäuerter Weisskohl bekannt. In Deutschland haben Mönche im Mittelalter als erste den Weisskohl angebaut. In Osteuropa wird sehr viel Sauerkraut gegessen.
Sauerkraut enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Unter anderem die Vitamine B, insbesondere das für Vegetarier wichtige B 12, Vitamin C und Vitamin K. Zusätzlich kommen Eisen, Kalzium und Kalium hinzu. Besonders wichtig sind auch die im Sauerkraut enthaltenen Ballaststoffe, weil sie für die geregelte Peristaltik und somit für eine gute Verdauung sorgen. Die sekundären Pflanzenstoffe des Weisskohls wirken antibakteriell und deaktivieren unerwünschte Enzyme im Darm.
Neben dem Schutz der Überreifung des Sauerkrauts, wirken die Milchsäurebakterien probiotisch, indem sie die Darmflora stabilisieren. Die Gärung bewirkt auch die Linderung der für Blähungen verantwortlichen Substanzen im Weisskohl. Gleichzeitig fördert die Milchsäuregärung die Resorption von Eisen.
Wissenschaftler in Finnland haben im Sauerkraut Inhaltsstoffe festgestellt, die das Krebswachstum hemmen sollen. Die sogenannten Isothiocyanate, die beim Vergären von Weisskohl zu Sauerkraut entstehen, sollen das krebshemmente Potential enthalten. In Tierversuchen konnte dabei vor allem in Lunge, Brust und Darm das Krebswachstum aufgehalten werden. Ein weiteres Indiz sehen die Wissenschaftler darin, dass Frauen aus Polen in den USA öfters an Brustkrebs erkranken, als in Polen. Dies könnte am höheren Konsum von Sauerkraut liegen.
Sogar James Cook umsegelte die Welt mit Sauerkraut an Board. Damit es nicht verdarb, wurde es gesalzen.
Gegen unangenehme Blähungen nach dem Verzehr hilft ein Hausfrauentrick, indem ein paar Kümmelkörner durch das Gemüse gemischt werden.