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Seefahrerrezepte

Seefahrerrezepte


Gut unterwegs: Von alten Seefahrerheilmethoden


Planen Sie eine Kreuzfahrt, wird Ihnen beim Reisen übel, spielen unterwegs die Verdauung oder die Nerven verrückt? Probieren Sie es doch einmal mit alten Seefahrermethoden.


Sauerkraut – der beste Darmreiniger


Sauerkraut ahoi: "Sauerkraut schafft alle Krankheiten aus dem Darm und aus dem Körper. Es ist ein lebensrettendes Mittel für die Seefahrer", hielt der berühmte britische Kapitän James Cook in seinem Tagebuch fest. Wer sich in seiner Mannschaft um die tägliche Ration Sauerkraut drücken wollte, hatte mit drakonischer Strafe zu rechnen. Biologisch zubereitetes, von Gärungsbeschleunigern und chemischen Zusätzen freies und gut durchgekautes Sauerkraut ist zu jeder Jahreszeit ein Heil- und Entgiftungsmitte! In der Dosierung kann man sich an Käpt'n Cook halten, der als Tagesration drei, vier Esslöffel verordnete. Falls Sie im Bus oder Camper unterwegs sind und auf Reisen erfahrungsgemäss Probleme mit der Verdauung haben: Eine Flasche Sauerkrautsaft aus dem Reformhaus könnte eine sehr nützliche Reisebegleiterin sein. Ein Glas Saft, zwei- bis dreimal die Woche, sollte genügen.


Ingwer – bei Seekrankheit


Vor Seekrankheit waren offenbar auch hart gesottene Seefahrer nicht gefeit: Sie kauten an einer Ingwerwurzel, um Übelkeit und Unwohlsein zu vertreiben. Wer anfällig ist für Reiseübelkeit greift heute zu Ingwertabletten – die ebenso nebenwirkungsfrei sind wie die originale Wurzel.


Fenchel – bei Sturmwarnung


Im Mittelalter galt Fenchel als ein Heilmittel mit breitem Wirkungsspektrum. Sturmwarnung oder aufregende Reisetage zu Wasser und zu Land rufen förmlich nach einer Tasse Fencheltee. Die beruhigende Wirkung auf Nerven und Magen entfaltet sich am besten, wenn man Fenchelsamen verwendet. Man kann Fenchelsamen oder Tabletten auch kauen.


Galgant gegen Erschöpfung


Galgant ist ein asiatisches Ingwergewächs. Aus einer Mischung von Bockshornkleepulver, Mehl, Galgant und Pfeffer formte der Schiffskoch anno dazumal kleine Kuchen, die an der Sonne getrocknet wurden und dann als Stärkungsmittel gegessen werden mussten (der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig!). Eine moderne Möglichkeit bieten Galgantwurzel - Tabletten. Sobald man erlebt hat, wie zuverlässig sie bei leichten Kreislaufbeschwerden oder nervösem Herzen wirken, nimmt man die unangenehme Schärfe leicht in Kauf.


Johanniskraut gegen Heimweh


Für, vom Heimweh und Ängsten, geplagte Schiffsjungen brauten verständnisvolle Schiffsköche ab und zu einen Johanniskrauttee. Johanneskraut hat nachweislich eine positive Wirkung auf das Nervensystem und auf depressive Verstimmungen. Falls Sie aus Erfahrung wissen, dass überraschende Eindrücke und Situationen sie ziemlich rasch seelisch aus dem Gleichgewicht bringen, wäre auch eine spagyrische Essenz auf Johanniskrautbasis das geeignete Gegenmittel. Solche Essenzen erhalten Sie in Drogerien und Apotheken.
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