Wenn es draussen so richtig kalt wird, liefern Nüsse die gesunde Energie, um warm und fit durch den Winter zu kommen.
Mit Nüsseknacken lässt sich manch gemütlicher Abend verbringen. Nüsse sind aber nicht nur eine begehrte Winterkost. Amerikanische Forscher haben sie jetzt auch für die Herzgesundheit topgesetzt.
Vor allem die an mehrfach ungesättigten Fettsäuren besonders reichen Mandeln, Pistazien, Cashew-, Erd- und Baumnüsse tun dem Herz gut, weil sie den Cholesterinwert senken.
Botanisch gesehen handelt es sich bei den Nüssen eigentlich um Früchte - genauer um hartschalige Steinfrüchte. Mit zwei Ausnahmen: Der Erdnuss, sie ist eine Hülsenfrucht, und der Paranuss, die zur Familie der Kapselfrüchte gehört.
Nüsse enthalten wenig Wasser, dafür viel Fett (zwischen 50 und 70 %). Entsprechend hoch ist ihr Kaloriengehalt, 700 Kalorien pro 100 g. Dazu liefern sie reichlich Vitamine und Mineralstoffe, und dies in einer für den Menschen geradezu idealen Zusammensetzung. Vegetarier können sich dank der Nüsse mit allen nötigen Stoffen versorgen. Wegen des hohen Fettgehalts sollten Nüsse aber nur in kleineren Mengen gegessen werden, es sei denn man verzehrt sie an Stelle einer Mahlzeit.
Das steckt in den Nüssen:
Mandeln
Besonders reich an:
Karotin, Magnesium, B-Vitaminen, Vitamin E, Enzyme mit Hormoncharakter.
Besonders gut für:
Herz, Nerven, Augen, hormonelles Gleichgewicht, Mandelöl für die Haut.
Haselnüsse
Besonders reich an:
Lezithin, Magnesium, Kalium, Phosphor, Gerb- und Ballaststoffe.
Besonders gut für:
Nervennahrung, Haut- und Darmfunktionen in der Volksmedizin auch für schwache Blase.
Baumnüsse
Besonders reich an:
Omega-3-Fettsäuren, Folsäure, Vitamin E, Zink, Ellagsäure, Ballaststoffe.
Besonders gut für:
Herz, schützt vor Arteriosklerose und Krebs.
Pekanüsse
Besonders reich an:
Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Ellagsäure.
Besonders gut für:
Herz, auch beliebte US-Astronautennahrung, Krebsschutz.
Cashewnüsse
Besonders reich an:
Eisen, Phosphor, Beta-Karotin, Phenolsäuren und Protease-Inhibitoren.
Besonders gut für:
Herz, Magen und Darm, krebshemmend, Cashewöl bei Hautleiden.
Erdnüsse
Besonders reich an:
Linolsäure, Vitamine B1 und E, Tryptophan,
Besonders gut für:
Herznerven, Schlaf, fördert Blutgerinnung
Paranüsse
Besonders reich an:
Fett (70 %), B-Vitamine, Vitamin E, Selen, radiumhaltig.
Besonders gut für:
Nervennahrung, Krebsschutz, für Kinder und Schwangere ungeeignet wegen natürlicher Radioaktivität.
Kokosnüsse
Besonders reich an:
Wasser (40 %), Magnesium, Natrium, Eisen, Selen, hochgesättigte Fettsäuren.
Besonders gut für:
Kokosmilch ist gut für Magen, Darm und Nerven, Kokosfett ist schlecht für Menschen mit hohem Cholesterinspiegel.
So machen Sie die Nüsse lebendig
Ein Tipp aus den USA: Nusskerne waschen und dann sechs bis zehn Stunden mit Wasser bedecken. Erst dann isst man sie, und zwar roh. Unter Einwirkung des Wassers werden die Nüsse aktiv und aromatisch, und sie produzieren wohltuende Enzyme, sagen Vertreter der amerikanischen Hippocrates Centers.
Allergiker aufgepasst, Nüsse können allergische Reaktionen auslösen. Betroffen sind vor allem Menschen, die eine Veranlagung zu Allergien haben. Auch Kreuzallergien sind häufig. Wer etwa auf Birkenpollen mit Asthma reagiert, verträgt oft auch keine Haselnüsse. Auf Erdnüsse, die in vielen Fertigprodukten stecken, reagieren immer mehr Menschen allergisch. Hier hilft nur rigoroses Weglassen der Allergieauslöser.
Achtung vor giftigen Schimmelpilzen
Hochgiftig sind verschimmelte Nüsse aus warmen Ländern. Sie enthalten das Krebs er-zeugende Gift Aflatoxin. Besonders betroffen sind laut der deutschen Stiftung Warentest Erdnüsse, Pistazien und Paranüsse. Nüsse mit Schimmelstellen und Verfärbungen deshalb immer wegwerfen, ebenso was muffig, bitter oder seltsam schmeckt. Zum Backen Nüsse ganz kaufen und erst vor Gebrauch mahlen.
Tiefgefroren knackts sich besser
Wer Nüsse nicht in gut verschlossenen Gläsern oder Dosen aufbewahren will, kann sie einfach tiefgefrieren, auch mit Schale. Diese lässt sich nach dem Auftauen übrigens leichter knacken.