Bärlauch, eine wilde Lauchart, ist mit dem Knoblauch verwandt und schmeckt auch wie Knoblauch. Man findet ihn auf kalkarmem Laubwaldboden, an feuchtem, schattigem Standort.
Achtung: Bärlauchblätter sehen Maiglöckchenblättern sehr ähnlich. Beide wachsen oft auch in nächster Nähe. Test: Bärlauchblätter leicht zwischen den Fingern zerreiben. Wenn sofort ein knoblauchähnlicher Geruch wahrzunehmen ist, handelt es sich um Bärlauch.
Inhaltsstoffe
ätherisches Öl, Vitamin C.
Wirkung
Bärlauch gilt als Blutreiniger. Er wird eingesetzt bei Verdauungsstörungen, vor allem bei Gärungszuständen im Magen und Darm. Auch wird er zur Vorbeugung gegen Gefässveränderung im Alter (Nachlassen des Gedächtnisses, Konzentrationsmangel) eingenommen. Bärlauch kann auch den Blutdruck günstig beeinflussen.
Man pflückt die Bärlauchblätter (nur kleine Blätter von jungen Pflanzen) vor der Blüte und spült sie sehr gründlich ab. Man hackt sie oder schneidet sie in feine Streifen (ohne Stiele).
Verwendung
- als Frischgewürz verwenden, z.B. über Suppe, Salat, Gemüse
- in Spinat mitgekocht
- unter Quark, Hüttenkäse, Joghurt oder Blanc Battu gemischt
- als Pesto (anstelle von Basilikum)
- als Bärlauch-Vinaigrette (einige Bärlauchblätter in Streifen, mit Essig, Öl, evtl. ganz wenig Senfpulver, hartgekochtem und gehacktem Ei, fein gewürfelten Essig-gurken, Salz und Pfeffer), z.B. zu kaltem oder warmem Siedfleisch
Nach Genuss von Bärlauch ist die Atembelastung und Ausdünstung bedeutend geringer als bei Knoblauch.
Den Bärlauch nicht mehr pflücken, wenn er Knospen getrieben hat oder gar blüht, denn zu diesem Zeitpunkt sind die Inhaltsstoffe stark konzentriert.
Achtung
Bärlauch nicht im Übermass geniessen!