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Die Hirse

Die Hirse


...stärkt die Peripherie des Menschen


Die Hirse ist in Afrika, Europa, Asien und Nordamerika bekannt. Es gibt viele, botanisch verschiedene Hirsesorten, die in völlig unterschiedlichen Böden und Klimazonen wachsen. Deshalb sind die Inhaltsstoffe nicht einheitlich. Unsere Speisehirse, einst eine Hauptnahrungsquelle der Urbevölkerung, dann jahrtausendelang unentbehrliche Energie- und Eiweissquelle der Bewohner in fast ganz Europa, wächst an Rispen wie der Hafer. Der Anbau ist sehr arbeitsintensiv und mühsam. Die Hirse stellt nur bescheidene Wasseransprüche, liebt aber viel Licht und Wärme. Sie hat auch eine Vorliebe für lockere und sandige Böden. Die Hirse ist wie Hafer, Dinkel und Gerste ein Spelzgetreide und muss geschält werden. Durch die Hirse wird die ganze Peripherie des Menschen gestärkt: Haut, Haare, Nägel, Lunge, Darmwand, Zahnschmelz, Augen und Nerven. Die Hirse durchschwärmt den Organismus.


Hirse besitzt einen hohen Nährstoffgehalt:

  • leicht verdauliche Eiweisse (der Gehalt schwankt zwischen 5 und 15 % je nach Sorte und Herkunft)
  • Fettgehalt 3 bis 4 % (die Fettsäuren sind zu fast 80 % ungesättigt, dabei überwiegt die herzfreundliche Linolsäure)
  • B-Vitamine: B1, B2, B6 und die Pantothensäure (früher B5)
  • Mineralstoffe: Eisen (dreimal soviel wie im Weizen), Kieselsäure (weit herausragend aus allen anderen Getreidearten), ausserordentlich reich an Fluor, Magnesium, Kupfer, Mangan, Kalium, Phosphor
  • Stärke: ca. 60 %


Hirse enthält kein Klebereiweiss und eignet sich deshalb gut für glutenfreie Diät (Zöliakie). Sie ist ein typisches Breigetreide. Die Hirse sollte vor dem Kochen immer zuerst heiss abgespült werden. Sie enthält Bitterstoffe, die sogenannten Saponine. Diese können "seifig" schmecken. Ausserdem kann durch die maschinelle Entfernung der sehr harten Schale, die das Hirsekorn umgibt, der Keimling beschädigt werden, so dass Keimöl an die Oberfläche austritt. Bei längerer Lagerung wird dieses Öl ranzig, was einen bitteren Geschmack verursacht. Auch dieses Öl lässt sich durch heisses Abwaschen entfernen.

Das Hirse-Eiweiss allein ist nicht vollwertig. Wesentliche Aminosäuren fehlen und müssen durch Nahrungskombinationen zugesetzt werden. In den westlichen Ländern geht das ganz einfach, mit Eiern, Milch, Käse und auch mit Gemüse. Hirse springt mit ihren Reparaturkräften ein, wo alles Mögliche fehlt: Haarausfall, brüchige Fingernägel, mangelnde Durchblutung und Schlaffwerden der Haut, Bindegewebeschwäche, Schwäche der Gefässe, des Knochengerüsts, der Gelenke und Schleimhäute. Die Kieselsäure wirkt in unserem Körper wie ein Ordnungs- und Stützelement. Sie sorgt für Elastizität, Biegsamkeit und Widerstandskraft. Kieselsäure ist auch unentbehrlich im Stoffwechsel, sorgt für Nachschub an Hormonen, reguliert den Wasserhaushalt mit und den Austausch der Nährstoffe.


Grundrezept


Ein Teil Hirse mit zweieinhalb Teilen Wasser langsam aufkochen, auf winzigem Feuer (oder fest zugedeckt und ganz ausgeschaltet) ca. 20 Minuten ausquellen lassen. Der Hirseküche sind keine Grenzen gesetzt, ob salzig oder süss.


Hirse-Möglichkeiten


  • Hirse-Auflauf
  • Hirse-Gnocchi
  • Hirsotto mit geriebenem Käse, Tomatensauce, mit Pouletfleisch, mit Champignons, mit Lauch, Karotten, Fenchel
  • Hirse-Taler, Bratlinge


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