Botaniker zählen ihn zwar zum Gemüse, aber Feinschmecker wissen es besser: Sie bevorzugen ihn als Frucht, denn süss schmeckt er besonders gut. Der saure Rhabarber braucht bekanntlich eine rechte Menge Zucker, damit es einem die Gaumen- und Magennerven nicht zusammenzieht. Ein Trick hilft Zucker sparen: Fügt man beim Garen eine Prise Salz bei, wird die Säure des Rhabarbers um einiges gemildert und man kommt mit weniger Zucker aus. Und noch ein Tipp, der Kalorien spart: Den Rhabarber zunächst nur mit Süssstoff kochen, Zucker ist dann nur noch zum Abschmecken nötig. Rhabarber enthält neben Zitronen- und Apfelsäure auch Oxalsäure. Diese greift Metall an; deshalb zum Garen niemals Aluminiumpfannen benutzen.
Oxalsäure im Rhabarber
Rhabarber gehört wie Spinat, Randen oder die Kakaobohnen zu den oxalsäurereichen Lebensmitteln. Die Oxalsäure bildet im Körper mit Kalzium das sich als Kristall in Harnkanälchen und Nieren ablagern kann. Wenn gleichzeitig eine "Störung" im Körper vorliegt, können Nierensteine daraus entstehen. Die Volksweisheit "Rhabarber nur bis Johanni" (24. Juni) zu essen, gilt nach heutigen Erkenntnissen nicht mehr. Denn bei vernünftigem Konsum bestehen keine gesundheitlichen Gefahren. Wer unter Nierenproblemen leidet, sollte jedoch oxalreiche Lebensmittel in kleinen Mengen konsumieren. Übrigens: Reichlich trinken ist wichtig. Und einige Tipps, um den Oxalsäuregehalt zu verringern: Stängel gründlich schälen, Rhabarber blanchieren, das Kochwasser wegschütten.