Früchte aus fernen Ländern bereichern unsere traditionelle Küche mit ungewöhnlichen Formen und neuartigen Düften und Aromen. Sie wecken in uns Ferienerinnerungen und laden zum Träumen ein. Gehen Sie mit uns auf die Reise in ferne Länder und lernen sie verschiedene exotische Früchte genauer kennen.
Sie kommen ursprünglich aus den Tropen und Subtropen. Vom heimatlichen, einzigartigen Aroma der Exoten bleibt meist bei den Früchten die wir in Europa kaufen, herzlich wenig übrig. Solche Früchte haben nur ungenügend Aromastoffe und Vitamine bilden können. Vielfach wurden sie steinhart für den Export gepflückt und oft chemisch haltbar gemacht, um lange Transporte zu überstehen. Auch werden exotische Früchte wie z.B. Papayas, Mangos, Ananas, Lychees in den Ursprungsländern intensiv mit grossem Pestizideinsatz in Monokulturen angebaut. Deshalb der Rat: Kaufen Sie exotische Früchte nur, wenn Sie sie reif entdecken (ausser Bananen)!
Fast alle reifen Exoten (rote, orangefarbene, gelbe) haben einen hohen Carotin-Gehalt, viel Vitamin C, Enzyme, Flavone, Ballaststoffe (besonders Pektine), ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe. Die Inhaltsstoffe feuern den Stoffwechsel, die Nerven, das Gehirn und den Geist an, säubern von schädlichen Stoffen und vernichten auch Keime.
Ananas
Die Ananas hat einen sehr hohen Wassergehalt und wenig Kalorien. Sie enthält Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Zink, auch Mangan und Jod. Im reifen Idealzustand enthält sie das Enzym Bromelin, welches die Fähigkeit besitzt, Nahrungseiweiss aufzuspalten und dadurch die Eiweiss-Verdauung in Schwung zu bringen.
Reife-Test
Die Ananas sollte bei vorsichtigem Drücken leicht nachgeben. Wenn sich aus dem grünen Blattschopf ein Blättchen leicht herauszupfen lässt, ist die Ananas reif.
Banane
An der Palme ausgereift, wäre sie mehlig ohne Aroma. Deshalb muss sie unreif geerntet werden. Leider wird heute dem Nachreifen mit chemischen Mitteln nachgeholfen. In den Spitzen der Bananen können Keime und Giftreste sitzen. Es ist deshalb vorsichtiger, die Spitzen nach dem Schälen etwas abzuschneiden. Die Bananen enthalten im vollreifen Zustand (dunkelgelbe Schale mit braunen Flecken) nur noch Fruchtzucker und Traubenzucker und fast keine Stärke. Damit können sie ein Leistungstief auffangen. Ferner finden sich in der Banane ganz wenig Eiweiss (mit allen essentiellen Aminosäuren), 10 verschiedene Vitamine und 18 Mineralstoffe und Spurenelemente. Sehr wichtig darunter: die seltene Pantothensäure (Gehirnfutter), die Folsäure (Blutbildner), viel Kalium, sowie Magnesium, Calcium, Phosphor, Spuren von Mangan, Selen, Zink und Jod. Bananen sollten nie im Kühlschrank aufbewahrt werden.