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Wissenswertes über die Schilddrüse

Wissenswertes über die Schilddrüse


Eine Unterfunktion der Schilddrüse führt zu einem Herunterfahren der gesamten Körperfunktion


Die Schilddrüse, ist ein kleines, lebenswichtiges Organ unterhalb des Kehlkopfs. Von vorne umfasst sie halbkreisförmig die Luftröhre. Unter der Haut des Halses kann man die Schulddrüse ertasten.

Die Schilddrüse produziert das Schilddrüsenhormon. Kontrolliert wird sie dabei von der Hirnanhangdrüse, welche wiederum durch den Hypothalamus gesteuert wird. Die Schilddrüsenhormone regen in fast allen Zellen im Körper den Stoffwechsel an. So nehmen sie Einfluss auf den Zucker-, Fett- und Eiweisshaushalt, den Wärmehaushalt und die Körpertemperatur, das Herz und den Kreislauf, die Gemütsverfassung und die Leistungsfähigkeit, den Magen und den Darm, die Muskeln und das Nervensystem. Beim Kind steuern die Schilddrüsenhormone auch noch die Gehirn- und Nervenentwicklung sowie das Knochenwachstum.

Ursachen für eine Schilddrüsenunterfunktion


Eine Unterfunktion der Schilddrüsen kann nach einer Operation der Schilddrüse oder einer Schilddrüsenentzündung entstehen. Ebenso kann eine Unterfunktion angeboren sein, wenn die Schilddrüse beim Kind nicht oder fehlerhaft ausgebildet ist. Frauen können ausserdem nach einer Geburt an einer Schilddrüsenunterfunktion erkranken. Oft wir diese Form der Erkrankung nicht erkannt, da die Anzeichen nach einer Geburt häufig der neuen Belastung zugeordnet werden.

Symptome


Eine Unterfunktion der Schilddrüse führt zu einem Herunterfahren der gesamten Körperfunktion. Dadurch wird der betroffene Mensch Kälte empfindlich und friert trotz normalen Aussentemperaturen. Die Haut und das Haar trocknen aus und werden rau und spröde. Die betroffene Person nimmt trotz Appetitlosigkeit an Gewicht zu. Die Nierenfunktion nimmt ab und die Herzfrequenz wird verlangsamt. Wassereinlagerungen im Gewebe sind die Folge und lassen den Körper aufgedunsen wirken. Bei Frauen sind Blutungsstörungen, Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten möglich.

Bei älteren Menschen ist eine Schilddrüsenunterfunktion nicht einfach zu erkennen, da sie weniger Beschwerden aufzeigen. Wenn ältere Menschen an vermehrter Müdigkeit oder einem verminderten Antrieb leiden, muss der Arzt an die Schilddrüse denken und deren Funktionen überprüfen, damit die Diagnose nicht verpasst wird.

Tritt während einer Schwangerschaft eine Schilddrüsenunterfunktion auf, was in der Schweiz sehr selten vorkommt, kann das Kind nach der Geburt an Missbildung des Skeletts, Schwerhörigkeit und geistiger Unterentwicklung leiden, da die Schilddrüsenhormone für die Entwicklung der Knochen und des Nervensystems wichtig sind.

Diagnose


Der Arzt fragt nach Veränderungen, Beschwerden und Medikamenten, die auf eine Unterfunktion hinweisen. Zur Untersuchung muss der Arzt die Schilddrüse mit beiden Händen von hinten am Hals abtasten und nach Vergrösserungen oder Verwachsungen suchen. Die Blutentnahme zeigt eine verminderte Anzahl der Schilddrüsenhormone an. Mit Ultraschall kann die Grösse gemessen und die Gewebestruktur bestimmt werden.

Therapie


Die Behandlung besteht in der Einnahme von Schilddrüsenhormonen in Tablettenform. Die Dosierung ist sehr unterschiedlich und wird zuerst mit einer geringen Menge begonnen und nach etwa vier Wochen kontrolliert und angepasst, bis der Patient gut eingestellt ist.

Bei Schwangeren werden alle vier bis sechs Wochen die Werte kontrolliert und bei Bedarf angepasst. Oft werden auch Jodtabletten empfohlen, da die Jodzufuhr wichtig für die Entwicklung des Nervensystems und der Knochen des Kindes ist.

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