Personen mit Metabolischem Syndrom entwickeln über einen gewissen Zeitraum häufig einen Diabetes Typ 2. Etwa 80 - 90% der Typ 2 Diabetiker sind übergewichtig. Erbfaktoren und Alter spielen auch eine Rolle. Jedoch nicht jeder alte Mensch muss zwingend an Diabetes Typ 2 erkranken.
Ist ein Elternteil von Diabetes Typ 2 betroffen, ist das Risiko für die Kinder gross, auch an Diabetes Typ 2 zu erkranken.
Risikofaktoren
Übergewicht, hoher Blutdruck, hohe Blutfettwerte, lange andauernde Medikamenteneinnahme, familiäre Anlagen, Alter.
Symptome
Die Diagnose ist oft ein Zufallsbefund, weil zu Beginn der Krankheit keine Beschwerden vorhanden sind. Folgende Anzeichen sollten jedoch ärztlich kontrolliert werden: Starker Durst, Müdigkeit, häufiges Wasserlösen, Haut- und Schleimhautinfektionen, Hautjucken.
Untersuchung
Krankengeschichte, mehrmalige Messung des Nüchternblutzuckers (Werte zwischen 6.1 mmol/L und 7.0 mmol/L = pathologische Glucosetoleranz, Nüchternblutzucker höher als 7.0mmol/L = Diabetes) HbA1c-Werte = Blutzuckergedächtniswerte, diese erlauben eine Beurteilung über die Vergangenheit (2-3 Monate), Augendruck, Nieren- und Blutfettwerte, Blutdruck, Urinuntersuchung, körperliche Untersuchung, EKG.
Behandlungsmöglichkeiten
Gewichtsreduktion und Bewegungsplan. Am Anfang der Erkrankung können diese Massnahmen genügen. Nach 6 Monaten erneute Blutzuckermessung; falls die Werte nicht besser sind, werden erste Medikamente eingesetzt.
Wichtig ist die Akzeptanz der Krankheit. In den Beratungen lernen die Betroffenen den Umgang mit der Krankheit, die Umsetzung der Ernährung und Anzeichen einer Unterzuckerung zu erkennen. Je nach Verlauf der Krankheit muss auch die Blutzuckermessung und die Injektion von Insulin erlernt werden.
Zielwerte der Ernährungstherapie sind bei Frauen ein BMI weniger als 25kg/m2 und ein Taillenumfang weniger als 80 cm, bei Männern weniger als 94 cm.