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Der Hexenschuss

Der Hexenschuss


Der Hexenschuss löst eine Muskelverkrampfung aus


Beim Hexenschuss schiesst einem im Volksmund die Hexe ins Kreuz, was enorme Schmerzen verursacht. Kurz vorher war alles noch in Ordnung und auf einmal wird dieser massive Schmerz ausgelöst. Dies hat zur Folge, dass ein Aufrichten nicht mehr möglich ist. Auch das Laufen wird zu einem Hinken und beim Sitzen verstärkt sich der Schmerz sogar. Dasselbe gilt für das Liegen.

Der Hexenschuss entsteht meist durch unkontrollierte Bewegungen, wie zum Beispiel einer ungewöhnlichen Körperbelastung in einer speziellen Körperstellung. Er kann aber zum Beispiel auch durch das Ausrutschen auf einer Eisunterlage entstehen. In der Regel sind kleine Wirbelgelenke, die jeweils ein Paar in jedem Wirbelsäulensegement bilden, bei einer Fehlbewegung betroffen. Dabei werden nicht nur lokale Schmerzen ausgelöst, sondern reflektorisch wird automatisch eine schlimme Muskelverkrampfung ausgelöst. Diese Muskelverkrampfung sorgt dafür, dass nicht wieder eine Fehlmanipulation an diesen Gelenken stattfinden kann. Es handelt sich insbesondere um eine akute Verkrampfung der Bauchmuskeln. Ein Schmerzmittel kann zur Linderung der Schmerzen eingenommen werden. Bei starken Schmerzen führt eine schmerzstillende und entkrampfende Spritze in die Gesässmuskeln zu einer schnellen Linderung. Sofern der Schmerz nicht soweit ausgeprägt ist, hilft ein leichtes Schmerzmittel oder ein Antirheumatikum.

Bei einem Hexenschuss sollte unbedingt eine Entlastungsposition eingenommen werden, die Entspannung bewirkt. Zum Beispiel auf den Rücken legen. Dabei hilft es die Knie anzuwinkeln und vielleicht mit einem hohen Kissen abzustützen. Auf die schmerzhafte Stelle kann zur Schmerzlinderung ein Eisumschlag gepresst werden. Eine ärztliche Abklärung sollte gemacht werden, wenn sich die Art der Schmerzen ändern, denn die Schmerzen können u. a. aus einer Nervenentzündung oder einer Erkrankung des Wirbels stammen. Das Gleiche gilt für Gefühlsstörungen in den Beinen. Hierbei könnte es sich um einen Bandscheibenvorfall handeln, der sofort von einem Arzt behandelt werden muss. Sofern zusätzlich zu den Rückenschmerzen eine Urin- oder Stuhlinkontinenz hinzu kommt, muss wiederum sofort der Arzt aufgesucht werden, weil dies auf eine im Rückenmark liegende Kompression hinweisen und einen bleibenden Schaden hinterlassen kann.

Um dem Hexenschuss vorzubeugen, sollte bei Körperlicher Anstrengung immer der Rücken geschont werden. Dies gilt insbesondere beim Anheben von schweren Sachen. Dabei gilt es den Rücken immer gerade zu halten und vor dem Anheben in die Knie zu gehen. Es gibt viele gymnastische Übungen und Sportarten, wie zum Beispiel schwimmen, die den Rücken stärken. Als Hausmittel wird oftmals das Einreiben von Johannisöl empfohlen. Dabei wird ein in Johannisöl getränktes Tuch auf die schmerzende Stelle gelegt.

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