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Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen


Mehrere Faktoren sind Auslöser dieser Schmerzen.


Was sind chronische Schmerzen?


Chronische Schmerzen sind nicht einfach feststellbar. In der Regel sind mehrere Faktoren die Auslöser für die Schmerzen. Von Chronischen Schmerzen wird oftmals dann gesprochen, wenn Schmerzen länger als drei Monate anhalten und sich daraus ein eigenes Krankheitsbild entwickelt. Während akute Schmerzen eine wichtige Warn- und Schutzfunktion wahrnehmen (z. B. beim Berühren einer heissen Herdplatte), so dass der Körper dagegen reagiert (Reflexartiger Rückzug der Hand von der Herdplatte), zermürben chronische Schmerzen die Betroffenen körperlich und können das ganze Denken und Fühlen vollkommen beherrschen. Zwar können die Schmerzen zum Beispiel von einer Erkrankung oder Verletzung herrühren. Bestimmten Erkrankungen, die häufig mit Schmerzen in Verbindung gebracht werden, sind zum Beispiel Diabetes, Blutgefässerkrankungen, Gürtelrose und die meisten Krebsarten. Obwohl oftmals durch eine adäquate Behandlung die Grunderkrankung in Griff gebracht wird, bleiben die Chronischen Schmerzen vorhanden. Sie entwickeln ein Krankheitsbild, das teilweise völlig losgelöst von der Grundverletzung oder- erkrankung ist. Somit können die Schmerzen mit einer Verletzung beginnen und durch Stress, emotionalen Druck oder anhaltender anormaler Schmerzsignale im Körper bestehen bleiben und es kommt langfristig zu physiologischen und psychischen Veränderungen des Schmerzerlebens. Die üblichen Erklärungsmodelle und Therapiestrategien des akuten Schmerzes sind keinesfalls auf den chronischen Schmerz übertragbar. Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 10% der Schweizer Bevölkerung unter Chronischen Schmerzen leiden.


Behandlung von Chronischen Schmerzen


Die Schmerzen werden zum Teil nicht richtig erkannt und dadurch ungenügend behandelt. Gerade bei der Komplexität der Grunderkrankung oder –verletzung wie zum Beispiel einem Leistenbruch wird das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Im zentralen Nervensystem sitzt das sogenannte Schmerzgedächtnis, das bei der Entstehung von Chronischen Schmerzen massgeblich beteiligt ist. Mit der Zeit entwickeln sich psychosoziale Störungen, die die Schmerzwahrnehmung zusätzlich beeinflussen. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung der Chronischen Schmerzen wichtig. Trotzdem dürfen von der therapeutischen Behandlung keine Wunder erwartet werden. Es gilt schon als Erfolg, wenn eine Schmerzlinderung von etwa 50 % durch therapeutische Massnahmen erreicht werden kann. Dies bedeutet aber schon ein grosser Gewinn an Lebensqualität für den Betroffenen. Bei Nervenschmerzen kommen anstatt der klassischen Schmerzmittel, die häufig beim akuten Schmerz eingesetzt werden, krampflösende Mittel zum Einsatz.

Einer aktuellen Umfrage der Vereinigung Schweizer Schmerzpatienten (VSP) unter ihren Mitgliedern zufolge, zählen Rückenschmerzen zu den am häufigsten chronischen Schmerzen. An zweiter Stelle werden Nervenschmerzen genannt.
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