Die 13 Vitamine bilden je eine Gruppe von verwandten Stoffen. Alle Vitamine haben ihr Persönlichkeitsprofil und manchmal auch eine spannende Biografie. Das ursprünglich H genannte Vitamin erhielt schliesslich den Namen Biotin, und es wurde festgestellt, dass dieses mit Hilfe von Darmbakterien gebildet wird und im gesamten Stoffwechsel eine führende Rolle spielt. Es stimuliert die Zellen, sorgt für die Gesundheit von Haut, Haaren und Schleimhäuten und unterstützt die Funktionen der Leber. Zu seinen vielen guten Eigenschaften gehört auch, dass es im Zusammenwirken mit Hormonen einen Schutz gegen schädlichen Stress aufbaut.
Ein Mangel an einem bestimmten Vitamin wird häufig erst nach einiger Zeit erkannt und somit dauert es oft zu lange, bis mit Vitamingaben für Ausgleich gesorgt wird. Ein Biotindefizit kann sich zum Beispiel im Zuge einer lang andauernden Behandlung mit Antibiotika entwickeln. Aber auch eine Schwangerschaft, Leistungssport oder ein ungenügender Ernährungsstatus (insbesondere bei älteren Menschen) können einen Mangel begünstigen. Die ersten Anzeichen für ein erhebliches Biotindefizit sind Muskelschwäche und Muskelschmerzen, Hautentzündungen, Schlafstörungen, Übelkeit und depressive Verstimmungen.
Schon dieses eine Beispiel macht deutlich, dass man auf der Suche nach Ursachen einer Erkrankung leicht auf Ab- und Umwege geraten kann.