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Reizdarmsyndrom

Reizdarmsyndrom


Beschwerden bei einem Reizdarmsyndrom können die Lebensqualität erheblich beinträchtigen


Die Beschwerden bei einem Reizdarmsyndrom können die Lebensqualität erheblich beinträchtigen. Schmerzhafte Verstopfung, Durchfälle und Blähungen sind typische Symptome.

Ein Reizdarmsyndrom gehört zu den funktionellen Magen-Darm-Erkrankungen, denen keine organische Ursache zugrunde liegt.

Dem Reizdarm liegt ein komplexes Krankheitsgeschehen zugrunde, bei dem körperliche und psychologische Faktoren zusammenkommen.


Lebensqualität erheblich beeinträchtigt


Die Symptome - z.B. Stuhlunregelmässigkeiten (schmerzhafte Verstopfung oder heftige Durchfälle), Schmerzen und das Gefühl des Aufgeblähtseins - sind chronisch und treten immer wieder auf, allerdings manchmal mit langen Pausen von bis zu mehreren Jahren. Das Reizdarmsyndrom ist zwar eine harmlose Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die Beschwerden sind aber sehr lästig und können eine drastische Beeinträchtigung der Lebensqualität und in besonders schweren Fällen sogar Arbeitsunfähigkeit bewirken.

Häufig sind die Beschwerden eine Antwort des Körpers auf psychische Belastungen. Aber auch eine Reaktion auf bestimmte Lebensmittel, zum Beispiel kann blähende Nahrung wie Hülsenfrüchte Auslöser der Beschwerden sein. Bei der Entstehung eines Reizdarmsyndroms ist die Darm-Motilität, also die Bewegung des Darmes gestört.


Mindestens drei Symptome während mindestens drei Monaten


Von einem Reizdarmsyndrom ist erst die Rede, wenn die Beschwerden und Unregelmässigkeiten beim Stuhlgang länger als drei Monate andauern oder immer wieder kommen bzw. wenn Stuhlveränderungen, Blähungen und Schmerzen in mehr als einem Viertel dieses Zeitraums auftreten.

Vom Reizdarmsyndrom spricht man, wenn mindestens drei der folgenden Symptome auftreten:

  • Mindestens drei Monate lang Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang nachlassen
  • Veränderter Stuhlgang (Verstopfung oder Durchfall) an mindestens zwei Tagen pro Woche
  • Änderung der Stuhlfrequenz (mehr als 3x pro Tag oder weniger als 3x pro Woche)
  • Änderung der Stuhlkonsistenz (hart, weich, wässrig)
  • Stuhlgang nur durch heftiges Pressen, Gefühl unvollständiger Entleerung
  • Blähungen


Blähungen sind eine für den Betroffenen wie für seine Umgebung unangenehme Erscheinung. Grundsätzlich sind sie jedoch nicht als Erkrankung, sondern als Symptom zu verstehen; hervorgerufen durch verschluckte Luft oder durch Gase, die sich im Dickdarm während der Verdauung bilden.

Flatulenz ist ein weit verbreitetes, störendes Problem, das von zahlreichen Patienten beim Hausarzt erwähnt wird: Etwa 10 bis 25 Prozent der Bevölkerung geben an, davon betroffen zu sein.

Grosse Mahlzeiten und Verstopfung verstärken Blähungen. Aufstossen, Wind (Abgang von Darmgasen) oder Stuhlgang mindern diese Beschwerden. Blähungen können durch Nahrungsmittel begünstigt werden, die häufigste Ursache von Blähungen ist jedoch Luftschlucken!

Pathologisch - also krankhaft - ist dieser Windabgang erst, wenn er mehr als 24 Mal pro 24 Stunden vorkommt. Normal variiert die tägliche Gasausscheidung zwischen 0.5 bis 2.0 Liter.

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