Zerstörte Zellen sind der Auslöser für eine Entzündungsreaktion. Durch die Gefässveränderungen bei einer Wunde kommt es im betroffenen Gebiet zu einer Rötung und Erwärmung der Haut. Das sind Zeichen einer gesteigerten Durchblutung. Mit dem Blut kommen auch vermehrt Zellen der Immunabwehr in den Bereich der Wunde. Die Schwellung des Wundbereiches ist Zeichen eines Wundödems, bei dem es zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Dadurch steigt auch der Druck auf die Nervenenden an und deshalb beginnt die Wunde zu schmerzen.
Die Entzündung im Wundgebiet sorgt auch für vermehrten Austritt von Flüssigkeit (Wundsekret) und Zellen aus den Blut- und Lymphgefässen. Wundsekret enthält bis zu sechs mal mehr Leukozyten als normales Blut. Sie reinigen die Wunde, stimulieren die Heilung und die Immunabwehr.
Ein feuchtes Wundmilieu unterstützt die Wundheilung. Zu viel Sekret kann aber die Wundheilung behindern, denn es ist ein idealer Nährboden für Bakterien.