Umweltverschmutzung erhöht unseren Bedarf an Mikronährstoffen ganz erheblich.
Umweltgifte in der Luft, Wasser und Nahrungsmitteln erhöhen den Bedarf des Körpers nach Antioxidantien ganz erheblich: Zum Schutz der Lungen vor Schäden, die von der Luftverschmutzung herrühren, wird mehr Vitamin E benötigt, Selen hilft, Vergiftungen durch Schwermetalle und andere gefährliche Chemikalien zu verhindern, und Vitamin C ist zum Schutz des Verdauungstraktes vor krebserzeugenden Lebensmittelzusätzen und zu stark angebrannten Fleisch erforderlich. Zink entschärft die Gefährlichkeit von Kadmium und Blei aus Trinkwasser und einigen Konserven.
Obwohl uns reichlich wertvolle, gesunde Nahrung zur Verfügung steht, geben wir häufig den falschen Nahrungsmitteln den Vorzug.
Die typische moderne Ernährung ist reich an Fleisch, raffinierten Getreideerzeugnissen, Vollmilchprodukten und industriell verarbeiteten Esswaren. Dies hat zur Folge, dass wir an Salz, Fett, Cholesterin und Zucker ein Vielfaches der Menge zu uns nehmen, die empfehlenswert wäre, während wir häufig mit wenig Nahrungsfasern, essentiellen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralien versorgt sind.
Der weit verbreitete Konsum von Alkohol und Tabak, ganz zu schweigen von Drogen und Medikamentenmissbrauch, raubt unserem Körper viele lebenswichtige Mikronährstoffe.
Viele von uns (über 90 % der älteren Erwachsenen) nehmen regelmässig Medikamente zu sich, und viele der am häufigsten verschriebenen Medikamente beeinträchtigen das Stoffwechselgleichgewicht. Viele Diuretika ("Entwässerungspillen" zum Beispiel, die bei Bluthochdruck zum Einsatz kommen), rauben dem Körper Kalium und Magnesium. Die "Pille" beeinträchtigt den Stoffwechsel von Folsäure und Vitamin B6, und erhöht den Bedarf an diesen Vitaminen. Rauchen laugt die Vitamin C und B12-Reserven des Körpers aus, und Alkohol verursacht weitläufige Eisen-, Zink- und Magnesiumverluste und Mängel an vielen B-Vitaminen.
Es ist also kein Wunder, dass die ernährungsbedingte Gesundheit so vieler Menschen in Gefahr ist. Wenn wir 65 Jahre alt sind, haben wir etwa 50 Tonnen Nahrungsmittel und Getränke zu uns genommen, verdaut und metabolisiert. Lebenslange schlechte Essgewohnheiten haben grossen Einfluss auf Gesundheit und Alterungsprozess. Eine wichtige Gesundheitsstudie hat dies folgendermassen ausgedrückt:
"Neben der Vermeidung von Zigarettenrauch und übertriebenem Alkoholkonsum scheint eine persönliche Entscheidung, die wir treffen, grösseren Einfluss auf unseren langfristigen Gesundheitszustand zu haben, als alle anderen: Die Entscheidung, was wir essen" (The U.S. Surgeon General's Report on Nutrition and Health. U.S. Governement Printing Office, Washington D.C. 1988). Eine vernünftige Ernährung, die durch sinnvolle Supplemente ergänzt wird, kann uns helfen, gegen Krankheiten vorzubeugen und ein langes gesundes Leben zu führen.