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Gehirn und Ernährung

Gehirn und Ernährung


Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirnleistung - Teil 3


Vitamine


Vitamine, insbesondere Vitamine der B-Gruppe, sind für eine einwandfreie Gehirnleistung unerlässlich.

Die Vitamine B1 (Vollkornbrot und –getreide), B3 (Getreide, Erdnüsse) und B6 (Getreide, Nüsse, Bananen) unterstützen den Stoffwechsel und den Zuckertransport. Sie müssen bereits beim Frühstück zur Erhöhung unserer kognitiven Fähigkeiten aufgenommen werden. Eine wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass eine Ergänzung mit Thiamin (Vitamin B1) über einen Zeitraum von 2 Monaten die Reaktionsbereitschaft erhöhen kann.

Vitamin B5, das in Vollkorngetreide, aber auch in Eigelb sowie in einigen Käsesorten wie z. B. Schimmelkäse enthalten ist, beugt Müdigkeit und Reizbarkeit vor.

Die in frischem Gemüse, Eiern und Nüssen enthaltene Folsäure (Vitamin B9) spielt eine Rolle bei der Synthese von Neurotransmittern, chemischen Botenstoffen, die die Signalübertragung zwischen Neuronen ermöglichen.

Vitamin B12 unterstützt die Funktionen des Nervensystems und des Zuckerstoffwechsels. Es ist in Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse und Eiern enthalten. Eine wissenschaftliche Studie hat gezeigt, dass sich die Gedächtnisleistungen von 211 Patienten, deren Nahrung 11 Tage lang mit Vitamin B6, B9 und B12 ergänzt wurde, statistisch signifikant verbesserten.


Mineralstoffe


Alle Mineralstoffe beeinflussen die Entwicklung und das harmonische Arbeiten des Gehirns, einige wirken spezifischer. Dies ist der Fall beim Eisen, das den Sauerstofftransport im Blut unterstützt. Es stärkt das Gedächtnis und begünstigt das Lernvermögen beim Kind. Eisen ist vor allem in rotem Fleisch, aber auch in Petersilie, Kakao sowie Trocken- und Schalenfrüchten enthalten.

Calcium unterstützt wie Magnesium das einwandfreie Funktionieren des Nervensystems, indem es Neurotransmitter freisetzt. Es kommt in Milchprodukten, aber auch in Krebstieren, Schokolade und einigen Gemüsesorten wie z. B. Spinat, Brokkoli und Fenchel sowie in einigen Mineralwassern vor.

Das in Nüssen, Vollkorngetreide, Spinat und Ananas enthaltene Magnesium beugt Hyperaktivität und Nervosität vor, die unter Umständen von Schlaflosigkeit begleitet sein kann.

Die Jodaufnahme ist für die harmonische Entwicklung des Kindes wichtig und sorgt beim Erwachsenen für gesteigerte intellektuelle Leistungen. Jod ist in Krebstieren und in Lachs enthalten. Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass Phosphor, der in Fisch, aber auch in Käse, Kakao und Schalenfrüchten vorkommt, einen Einfluss auf die intellektuellen Leistungen hat. Wegen seiner Rolle bei der Knochenbildung sollte er jedoch nicht in unserer Ernährung fehlen.


Flüssigkeitsaufnahme


Ein starker Flüssigkeitsmangel (2 %) kann unsere intellektuellen Fähigkeiten beeinträchtigen und zu mentalen Störungen führen.


Einige interessante Pflanzen


Auch wenn über die Ernährung die für die harmonische Gehirnentwicklung erforderlichen Substanzen in ausreichender Menge zugeführt werden, so können bestimmte Pflanzen die Merkfähigkeit unterstützen, Gedächtnisverlust vorbeugen und für eine bessere Stressbewältigung sorgen. Zu ihnen gehören Ginseng und Gingko Biloba, die zur Steigerung ihrer Wirkung oft kombiniert werden.

Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsverlust können mit Schlafmangel zusammenhängen. Linde, Eisenkraut, Kamille, Passionsblume und Weißdorn können aufgrund ihrer entspannenden Eigenschaften dazu beitragen, Ruhe und Ausgeglichenheit wiederzuerlangen.

Das Gehirn gesund ernähren bedeutet, es mit den Elementen zu versorgen, die für seine einwandfreie Leistung erforderlich sind: Sauerstoff, Zucker, Aminosäuren, Vitamine, Fettsäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe. Da der Körper viele dieser Substanzen nicht selbst synthetisieren kann, müssen sie über unsere Nahrungsmittel zugeführt werden. Daher ist es wichtig, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren.

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