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Getreide

Getreide


In der Schweiz werden acht Hauptarten Getreide angebaut


Weizen


Die wichtigste Getreideart der Schweiz ist Weizen, der dank seiner guten Backeigenschaften, vor allem für die Brotherstellung verwendet wird. Weizen stammt ursprünglich aus Transkaukasien und geht auf eine Kreuzung verschiedener Wildgräser zurück. Er bevorzugt ein warmes, nicht zu trockenes Klima. Je nach Aussaatzeit unterscheidet man Sommerweizen (im Frühjahr gesät) und Winterweizen (im Herbst gesät). In der Qualität sind sie beide gleichwertig. Winterweizen-Sorten sind im Allgemeinen ertragreicher als Sommerweizen, da ihr Wachstum länger dauert. Es gibt heute zahlreiche Weizensorten mit unterschiedlichen Eigenschaften in Bezug auf Wachstumsbedingungen, Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlingen, Ertrag und Backqualität. Unterschieden wird zwischen Weich- und Hartweizensorten. In der Schweiz werden nur Weichweizensorten angebaut.


Roggen


Der Roggen erträgt Trockenheit und Frost und kann deshalb auch in rauherem Klima und in höheren Lagen (Gebirgstälern) gedeihen. Er wird aber nur noch selten angebaut. Zur Herstellung von Roggenbrot (mind. 50% Roggenmehl) müssen die Teige zusätzlich gesäuert werden, was den typischen Sauerteig ergibt. Je grösser der Roggenanteil ist, desto kräftiger schmecken die Brote.


Dinkel


Dinkel, auch Korn genannt, ist eine sehr alte Getreideart, ein Vorfahre des Weizens. Bis ins 19. Jahrhundert wegen seiner Robustheit, das bei uns am häufigsten angebaute Getreide, wird Dinkel heute nur noch im Emmental und in den Hügelgebieten im Oberaargau, Aargau und Luzern angepflanzt. Er eignet sich hauptsächlich zur Herstellung von flachen Gebäcken wie Lebkuchen und Biber. In jüngster Zeit wird auch wieder Dinkelbrot hergestellt, das grossen Anklang findet.


Gerste


Die Gerste, früher als Brei und Mus sehr beliebt, ist heute das wichtigste Futtergetreide unseres Landes. Die Gerste gedeiht am besten in niederschlagsarmen Gebieten.


Mais


1493 brachte Christoph Kolumbus den Mais von Amerika nach Europa. Erst ab 1960 wurde der Maisanbau auch in der Schweiz dank neuer, weniger kälteempfindlicher Sorten möglich und ist inzwischen weit verbreitet. Mais wird bei uns vor allem den Tieren verfüttert.


Hafer


Hafer weist die längste Wachstumszeit der bei uns angebauten Sommergetreide auf. Der Hafer braucht viel Feuchtigkeit und wird in der Schweiz vor allem als Futtergetreide angebaut, aber auch für Müesli und verschiedene Spezialbrote (Haferkleiebrot) verwendet.


Triticale


Die Kreuzung von Hartweizen (Triticum) und Roggen (Secale), Triticale genannt, ist eine neuere Getreideart. Sie wird als Futtergetreide verwendet.


Emmer


Emmer ist eine alte, eng mit Dinkel und Einkorn verwandte Weizenart, die widerstandsfähig gegen Krankheiten ist und keine grossen Ansprüche an das Nährstoffangebot des Bodens stellt. Ihr Anbau ist sehr beschränkt (Klettgau SH, Süddeutschland).



Bei den Mehlen unterscheidet man zwischen:

Normalmehl
das ausschliesslich aus Weizen hergestellte Müllereiprodukt

Weissmehl
vorwiegend aus dem inneren Teil des Getreidekornes gewonnen

Halbweissmehl
nach dem Entzug von Weissmehl gewonnen, nahezu schalenfrei

Ruchmehl
nach dem Entzug von Weissmehl gewonnen, das noch einen Teil der äusseren Schalenschicht enthält

Vollkornmehl
aus dem ganzen Getreidekorn gewonnenes Mehl mit oder ohne äusserste Schalenteile, die Gesamtausbeute muss mindestens 98 Massenprozent des gesamten Getreidekorns betragen

Spezialmehl
Mehl, das sich von Normalmehl entweder durch seine Zusammensetzung oder durch den Verwendungszweck deutlich unterscheidet (z.B. Dinkel-, Roggen-, Gersten-, Fünfkornmehl, Mehl mit Zugabe von Weizenkeimlingen, Kuchenmehl/Biskuitmehl)

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