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Warum nimmt man überhaupt zu?

Warum nimmt man überhaupt zu?


Teil 5
Bei diesen Kohlenhydraten ist Vorsicht geboten II


Weissbrot


...und andere Brotsorten, die überwiegend aus Weissmehl oder hellen Mehlsorten bestehen, stehen an nächster Stelle auf der Liste der schlechten Kohlenhydrate. Ein Weissbrot ist weiss, weil es nur das helle Innere des Getreidekorns aber kaum etwas von den dunkleren Randschichten des Korns enthält. Für den Organismus hat Weissbrot ganz ähnliche Auswirkungen wie der behandelte Zucker. Es schmeckt zwar weniger süss als Zucker, aber es treibt den Blutzuckerspiegel steil in die Höhe und trägt so zur Überforderung der Bauchspeicheldrüse und zu Hyperinsulinismus bei. Das heisst aber nicht, dass Sie auf Brot verzichten müssen.

Vollkornbrot sowie andere Produkte aus Vollkornmehl lassen den Blutzucker nur wenig ansteigen und sind deshalb durchaus zu empfehlen.


Kartoffeln


...das war lange Zeit nicht bekannt, gehören ebenfalls zur Gruppe der Nahrungsmittel, die den Blutzuckerspiegel stark erhöhen, insbesondere wenn sie bei hohen Temperaturen gegart werden (gebacken, frittiert, gebraten).

Am wenigsten blutzuckersteigernd sind hier die Pellkartoffeln, dann folgen in aufsteigender Reihenfolge Salzkartoffeln, Kartoffelchips, Kartoffelpüree (-Pulver), Pommes frites und schliesslich als Spitzenreiter Bratkartoffeln.

Besonders schlecht ist die Tatsache, dass Kartoffeln oft mit viel Fett zubereitet oder als Beilage zu fettreichen Gerichten gereicht werden.

Erst lässt der Verzehr von Kartoffeln den Blutzuckerspiegel ansteigen, dann reagiert die Bauchspeicheldrüse mit einer überhöhten Insulinausschüttung. Stösst überschüssiges Insulin nun im Blut auf verfügbare Zucker und Fette, so werden diese als Depotfett angelegt.


Karotten


Gekochte Karotten, eine in Mitteleuropa sehr geschätzte Beilage zu vielen Mahlzeiten. Im rohen Zustand haben Karotten einen niedrigen glykämischen Index von 35 und sind sehr empfehlenswert, durch das Kochen jedoch verändert sich die in ihnen enthaltene Stärke so, dass der glykämische Index auf 85 steigt.


Reis


Viele Reissorten haben einen bedenklichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Das gilt besonders für Schnellkochreis, Rundkornreis und die in den westlichen Industrieländern angebauten ertragreichen Reissorten. Ausserdem gilt: Je länger man Reis kocht, desto höher steigt der glykämische Index. Will man ungünstige Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel vermeiden, sollte man beim Verzehr von Reis Folgendes beachten:

Bevorzugt Basmatireis und andere asiatische Langkornreissorten wählen.

eher Naturreis statt weissem Reis wählen.

1 Teil Reis nach kurzem Aufkochen in 2 Teilen Wasser ohne weitere Wärmezufuhr aufquellen lassen.


Nudeln


Bei Nudeln und anderen Teigwaren müssen wir etwas weiter ausholen, um klarzustellen, wie sie auf den Körper wirken. Grundsätzlich gilt: Vollkornnudeln sind günstiger als Weissmehlnudeln. Aber es kommt noch auf einige andere Dinge an:

Nudeln sollten möglichst aus Hartweizen hergestellt sein, denn bei Hartweizennudeln ist der glykämische Index niedriger als bei solchen aus weichen Weizensorten.

Man sollte Nudeln nur kurz kochen ("al dente", max. 5 Minuten), denn mit längerer Kochzeit steigt der glykämische Index.

Chinesische Glasnudeln aus Soja haben einen niedrigen glykämischen Index und sind ausgesprochen empfehlenswert.


Früchte


Einige wenige Obstsorten und Trockenfrüchte steigern den Blutzuckerwert erheblich, deswegen sollte man auf sie weitgehend verzichten.

Es sind Melonen, Rosinen und Bananen. Frisches Obst hat einen niedrigeren glykämischen Index als getrocknetes oder gekochtes Obst und auch als Obstkonserven und fertig abgefüllte Fruchtsäfte. Frisch gepresster Fruchtsaft hat einen höheren glykämischen Index als die Früchte, aus denen er gemacht wird, weil beim Pressen nur der Saft übrigbleibt, aber kaum Ballaststoffe. Gezuckerte Obstkonserven und Säfte sind nicht zu empfehlen.
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