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Übergewicht und seine Folgen

Übergewicht und seine Folgen


Teil 2


Diabetes mellitus Typ II (Altersdiabetes)


Was grundsätzlich bei Diabetes geschieht, ist folgendes: Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Insulin, so dass der Blutzucker unkontrollierbar steigt. In leichten Fällen kann die Krankheit durch eine veränderte Ernährungsweise unter Kontrolle gebracht werden (hüten Sie sich vor verborgenem Zucker). In schweren Fällen muss Insulin ersetzt werden. In allen Fällen aber ist ärztliche Betreuung notwendig.

Im gesunden Körper wird der Blutzuckerspiegel in engen Grenzen gehalten (6.5 mmol/l). Insulin, das Hormon der Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, ist für die feine Regulation verantwortlich. Es bewirkt, dass die dem Körper zugeführten Kohlenhydrate (z.B. Stärke, Fruchtzucker, Milchzucker, etc. in die Zellen gelangen können und dort als Energie zur Verfügung stehen.


Diabetes = Insulinmangel


Glukose kann nicht mehr in die Zellen gelangen; der Blutzuckerspiegel steigt an.

Symptome bedingt durch die Blutzuckererhöhung:

  • Glucosurie: Zuckerausscheidung durch die Nieren, wenn ein gewisser Schwellenwert (Überlauf) erreicht wird.
  • Der ausgeschiedene Zucker entzieht dem Körper viel Wasser und der Patient löst grosse Urinmengen.


Durst ist die logische Folge, dass dem Körper Wasser entzogen wird. Da Zucker (Glucose) den Zellen als Energiequelle noch oder ungenügend zur Verfügung steht (wegen Insulinmangel, erst durch Insulin kann Glucose in die Zellen gelangen und dort als Energie zur Verfügung stehen) muss der Körper Fett abbauen. Die Folge davon sind Gewichtsverlust und Heisshunger.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind:

  • starker Nikotinkonsum
  • Erhöhte Blutfette (vor allem Cholesterin)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Diabetes mellitus
  • ungünstige Ernährung in Form von zu vielen tierischen Fetten


Herzinfarkt


Darunter versteht man den Untergang von Herzmuskelgewebe. Zu Grunde liegt eine Koronarsklerose (Verengung der Herzkranzgefässe). Die Herzkranzgefässe sind derart verändert, dass die Blutzufuhr und damit die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels un-genügend ist. Dadurch stirbt ein Teil des Herzmuskels ab. Dies kann im schlimmsten Fall zum Tode führen. Die klinischen Beschwerden sind starke stumpfe Schmerzen hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in die linke Schulter und den linken Arm. Dazu kommen oft Todesangst und kalter Schweiss.

Akut

Bei unbehandeltem Diabetes besteht die Gefahr eines Komas (durch "Vergiftung" und durch "Austrocknung" in Folge des Wasserverlustes).

Chronisch

  • Es kommt zu vorzeitig auftretender Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
  • Koronarsklerose (Verengung der Herzkranzgefässe). Dies führt zu Herzinfarkt.
  • Verengung der Beinarterien. Dies führt zu Durchblutungsstörungen (Schaufensterkrankheit, noch später zu "Altersbrand").
  • Verengung der Hirnarterien. Dies führt zu Hirnschlag.
  • Dazu kommt es zur Schädigung der Augengefässe (Erblindungsgefahr) und Schädigung der Nieren (Nierenversagen).

Therapie

Normalgewicht anstreben (häufig kleine Mahlzeiten, Vermeidung von konzentrierten Kohlenhydraten) und viel Bewegung


Arteriosklerose


Man versteht darunter die degenerative Veränderung der Arterienwand. An der Innenschicht lagert sich im Laufe von Jahren herdförmig fetthaltiges Material ab (vorwiegend Cholesterin). Die Gefässwand kann schliesslich verkalken, und die an sich glatte Innenfläche des Gefässes wird aufgeraut und unregelmässig.

Folgen der Arteriosklerose:

Es kommt zur Einengung der betroffenen Gefässe oder zu einem vollständigen Verschluss. Dadurch kann das versorgte Gewebe absterben. Je nachdem welches Gewebe betroffen ist, können die Folgen katastrophal sein (Herz / Hirn). Thrombosen bilden sich, wodurch auch grössere Arterien verschlossen werden können.
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