Zucker
...steht an erster Stelle auf der Liste der "schlechten Kohlenhydrate". Zucker ist süss und verlockend und in zahllosen Nahrungsmitteln enthalten, die man an jeder Ecke kaufen kann.
In geringen Mengen und nur gelegentlich genossen, wäre Zucker ein angenehmes Würzmittel, das manche Speisen schmackhafter macht. In den Massen aber, wie Zucker heutzutage in den meisten Ländern täglich verzehrt wird, ist er Gift.
Morgens Brot mit Marmelade oder Schokoaufstrich, als Getränk in der Schule oder bei der Arbeit Cola oder Limonade, zwischendurch Schokoriegel, nachmittags Kuchen, abends noch mal Limonade, zusammengerechnet nicht selten mehrere hundert Gramm Zucker pro Tag, das ist ein verheerender Angriff auf unseren Organismus, den kaum eine Bauchspeicheldrüse unbeschadet übersteht.
Manche Menschen denken, dass Zucker unentbehrlich ist, wenn es darum geht, sich Energie zuzuführen. Dies ist ein Irrtum, an dessen Aufklärung die Süsswaren- und Softdrinkindustrie natürlich wenig Interesse hat.
Mediziner in aller Welt, Zahnärzte, Kinderärzte, Psychologen und Herzspezialisten warnen seit vielen Jahren vor den nachteiligen Folgen des Zuckers für den Organismus.
Diabetes Typ II ist keineswegs immer erblich, sondern bei vielen Menschen offenkundig die Folge von jahrlangem hohem Zuckerkonsum. Vielleicht die schlimmste Auswirkung der überhöhten Zuckeraufnahme aber ist das Chaos, das der Zucker in den normalen Steuerungsmechanismen des Organismus bewirkt. Zucker, in grossen Mengen über längere Zeiträume genossen, überfordert mit hoher Wahrscheinlichkeit die Bauchspeicheldrüse und löst so oftmals Hyperinsulinismus und daraus folgend Fettleibigkeit aus.
In seinen gesundheitsschädlichen Auswirkungen steht Zucker dem Alkohol und dem Nikotin um nichts nach. Und wie Alkohol und Nikotin kann auch Zucker süchtig machen.
Denn die massenhafte Aufnahme von Zucker führt zu einem ständigen Hin und Her zwischen Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) und Unterzucker (Hypoglykämie), bei dem man sich erschöpft, müde und deprimiert fühlt und wie ein Süchtiger nach dem nächsten Schokoriegel giert, um sich kurzfristig wieder besser zu fühlen. Bis ein oder zwei Stunden später der Blutzuckerspiegel durch den Mechanismus des Hyperinsulinismus wieder abstürzt, so dass man erneut den Drang nach Süssem verspürt. Ein elender Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt!
Im Grunde braucht der Mensch keinen Zucker in Form, wie er heute in so vielen Süsswaren, Kuchen und Getränken enthalten ist. Die Mindestmenge an Blutzucker (in Form von Glukose) gewinnt der Organismus ohne weiteres aus gesunden und kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln, die den Blutzuckerspiegel nicht seil nach oben steigen lassen, und zwar aus Obst, Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten.
Wenn Sie abnehmen sollen, dann müssen Sie auf Zucker in der gewohnten Form weitgehend verzichten. Essen Sie keinen Zucker mehr! Nach einigen Tagen werden Sie feststellen, dass das gar nicht so schwer ist, wie es klingt.