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Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck / Hypertonie)

Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck / Hypertonie)


Aus der Serie: Stoffwechselstörungen


Ein erhöhter Blutdruck liegt immer dann vor, wenn wiederholt Werte über 160/95 mmHg gemessen werden. Bis 140/90 mmHg ist der Blutdruck normal, die Werte dazwischen entsprechen einem grenzwertigen Bluthochdruck, der regelmässig kontrolliert werden sollte. Seltene Ursachen für Bluthochdruck sind Nierenerkrankungen oder Hormonstörungen. Meist lässt sich keine eigentliche Ursache für die Erkrankung finden, man spricht dann vom essentiellen Bluthochdruck. Diese bei weitem häufigste Hochdruckform ist erblich veranlagt, wird aber durch Übergewicht sowie durch hohen Alkoholkonsum und salzreiche Ernährung begünstigt. Eine besondere Rolle spielt wiederum das Übergewicht, da bei der Mehrzahl aller Hochdruckpatienten die Waage zuviel Gewicht anzeigt.

Häufige Beschwerden sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Sehstörungen. Doch ein hoher Blutdruck kann auch völlig symptomlos sein. Eine Behandlung ist aber trotzdem notwendig, da sonst Blutgefässe und Herz geschädigt werden, was schliesslich zu Schlaganfall, Herzinfarkt, Herz- bzw. Nierenschwäche sowie zu Augenschäden führen kann.

Wenn Sie Übergewicht haben, ist die Gewichtsabnahme der wichtigste Schritt zur Drucknormalisierung. Jedes Kilogramm, das Sie verlieren, senkt Ihren Blutdruck um etwa 1-2 mmHg. In vielen Fällen normalisiert sich der Blutdruck nach Erreichen des Normalgewichts, oft bessert aber schon eine leichte bis mässige Gewichtsabnahme die Blutdruckwerte ganz erheblich. Medikamente können dann reduziert oder ganz weggelassen werden.

Bei Bluthochdruck sollten Sie ausserdem ihren Kochsalzverbrauch auf höchstens 5 bis 6 Gramm pro Tag einschränken (bei heutiger Durchschnittskost nimmt man etwa 10 bis 15 Gramm Kochsalz pro Tag auf). Dazu sollten Sie beim Kochen sparsam mit dem Salzstreuer umgehen und lieber zu schmackhaften frischen Kräutern greifen, auf das Nachsalzen bei Tisch verzichten und salzreiche Nahrungsmittel wie herzhafte Knabbereien, Fertiggerichte aller Art, geräucherte Lebensmittel, Gewürzmischungen etc. meiden. Achten Sie bei Ihrem Mineralwasser auf Natriumwerte unter 20 mg pro Liter.

Auf Alkohol sollten Sie möglichst verzichten, weil er nicht nur den Blutdruck steigert, sondern auch viele Kalorien enthält. Bohnenkaffee kann aber – sofern Sie keine Herzrhythmusstörungen haben – in mässigen Mengen getrunken werden.
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